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Buch: Fit mit dem Theraband

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„Was kommt denn da mit der Post“ dachte ich mir, als ich das kleine Buchpaket auspackte.
Sieht eher wie ein Flyer oder eine Broschüre aus…
Also pellte ich das kleine Büchlein aus der Verpackungsfolie und war gespannt, was ich vorfinden würde. Beim Aufschlagen entdeckte ich das säuberlich verpackte, original TheraBand ® – ca. 150 cm lang, rot („mittlere Stärke“), für das man im Handel (dann aber einige cm länger) fast schon den Preis dieses Buches hinblättern muß.

Der Autor möchte – ganz zeitgemäß – mit einem täglich 8-minütigen Trainingsprogramm über 6 Wochen „einen straffen Body und neues Selbstbewußtsein“ vermitteln.

Nach einem kleinen Warm-up Programm folgen die Übungen für Beine-Po, Rücken-Brust und Schultern-Bauch wobei eine Aufteilung inklusive Variationsübungen in Woche 1-3 und 4-6 stattfindet. Pro Tag werden drei Übungen demonstriert, jeweils zwei Übungen zur Kräftigung und eine zur Dehnung/Entspannung. Die Übungsbeschreibungen sind sauber, die Bilder klar d.h., das Programm kann gut nachvollzogen werden
und ist nicht zu anspruchsvoll.

Leider gibt es keine Auswahlmöglichkeit bzgl. Der Bandstärke bei einer Bestellung und ich kann nicht sagen, ob immer das rote Band beigelegt wird.
Die Übungen im Buch werden mit einem grünen Band („stark“) demonstriert, auf dem Einband ist ein blaues Band („sehr stark“) zu sehen – vielleicht sollte dementsprechend noch im Buch erwähnt werden, daß es verschiedene Stärken gibt (nein, das weiß nicht jeder !)

Zwischendurch gibt der Autor Tipps zum Glücklichsein und Jungbleiben (Halleluja !), was meinen Geschmack selbstverständlich nicht trifft, aber die Übungsauswahl mit dem Band ist in Ordnung. Das kleine Buch passt in jede Tasche, dient als kurze Übungsanleitung und wenn man die
kleinen philosophischen Attacken ausblendet, sind die € 9,90 gut angelegt – Man kann sich aber auch ein Thera-Band ® für zwei Euro mehr kaufen. Hier liegt dann meist auch ein kleines Übungsprogramm bei.

Meine Meinung: Grönemeyer – Mein Rückenbuch

Zitat:

„Betten und Gräber fallen in dieselbe Kategorie. Kaum ein Teil des Körpers, der dadurch nicht gefährdet wäre“…
Diese kleine Passage aus dem Buch von Prof. Dr. Grönemeyer mußte ich einfach zitieren, denn an dieser
Stelle spricht er bzw. ein Arzt aus dem 19. Jhdt. mir aus der Seele, weil ich aus eigener Erfahrung sagen kann:

(Bett-)Ruhe und Rückenschmerzen sollten auf Dauer keine Beziehung eingehen !

Ich war recht gespannt auf das Buch, denn beim Stöbern in den Kundenrezensionen von Amazon konnte ich diesbezüglich recht kontroverse Meinungen vorfinden.

„Tolles Buch – Nützliche Informationen – nichts neues – mit Vorsicht zu genießen“, ist hier zu lesen. Also, was kann der – sicherlich häufig selbst betroffene – Leser erwarten ?

Prof. Grönemeyer gibt einen evolutionären und geschichtlichen Überblick bzgl. Der Entstehung des Rückenschmerzes, erklärt die Anatomie, beschreibt die gängigen Krankheitsbilder und zeigt ärztliche bzw. therapeutische Behandlungsmöglichkeiten auf.

Anschließend gibt der Grönemeyer-Test Auskunft über den Zustand des Rückens. Hierbei werden Riskotyp (personenbezogene Faktoren), Haltung, Beweglichkeit, Kraft- und koordinative Fähigkeiten berücksichtigt.

Über das folgende Grönemeyer-Bewegungsprogramm kann dann an der Kompensation der beim Test aufgewiesenen Defizite gearbeitet werden.

Den Abschluß bilden eine Risiko-Nutzen Beurteilung verschiedener Sportarten und – im Hinblick auf den nachgewiesenen Bewegungsmangel von Kindern – Bewegungsspiele für Jung und Alt.

Das Buch ist sehr verständlich geschrieben und grafisch hervorragend gestaltet.

Über die anatomischen Abbildungen erhält man einen sehr guten Eindruck über den Aufbau der Wirbelsäule und die verschiedenen Krankheitsbilder, die anschaulich beschrieben werden (endlich weiß man, was die Diagnose auf dem Überweisungsschein bedeutet…).

Der Überblick über ärztliche und therapeutische Berufsgruppen bzw. Diagnose- und Behandlungsformen deckt das aktuelle Spektrum nicht ganz ab, kann aber durchaus als Orientierungs- und Einschätzungshilfe im Dschungel der angebotenen Verfahren dienen. Als sinnvoll erschienen mir hierbei außerdem „Patientennavigationshilfen“ wie z. B.: „Wann sind welche bildgebenden Verfahren sinnvoll“, „Wann ist eine Rückenoperation sinnvoll“ oder „Gelenkbeschwerden – wie wird behandelt“.

Der Grönemeyer-Test ist von jedem leicht nachzuvollziehen und wird vielen Interessenten ihr defizitäres muskulär-motorisches Niveau verdeutlichen. Sicherlich hoffte Herr Grönemeyer, mit diesem Test den Impuls zum Aufbruch zu setzen, was bestimmt in vielen Fällen gelingen wird.

Das dargestellte Bewegungsprogramm ist für meinen Geschmack etwas dürftig, kann aber ein guter Ausgangspunkt für ein „bewegtes Leben“ sein – nach meiner Erfahrung führt ein zu umfangreiches Programm aber oftmals gerade bei Anfängern zu oberflächlichem Training, Einschleichen von Fehlern und Demotivation. Trotzdem könnte dieser Teil des Buches gern etwas umfangreicher gestaltet sein.

Sehr gut finde ich den – wenn auch knapp gehaltenen – Appell an Eltern, Ihren Nachwuchs zu Bewegung und Spiel zu animieren – in diese Richtung müßte von allen privaten und öffentlichen Stellen generell viel mehr gearbeitet werden.

Diejenigen, die sich lange und ausführlich mit ihren Rückenbeschwerden auseinandergesetzt haben, wird dieses Buch nicht zu neuen Erkenntnissen führen, denn viele haben im Laufe der Zeit einen diagnostisch-therapeutischen Marathon bewältigt, durch den sie meist bestens informiert sind.

Mir (als ebensolchem alten Hasen) hat das Buch trotzdem sehr gut gefallen. Es vermittelt neben einer Fülle von Informationen (und wirklich sehr guten Abbildungen) eine positive Aufbruchstimmung und ist für die viele Rückenpatienten mit Sicherheit eine Möglichkeit, sich im privaten Rahmen mit ihrem Beschwerdebild auseinanderzusetzen.

Buch: Rückenschmerzen ganzheitlich behandeln

Vorab eine persönliche Anmerkung:
Warum sind in diesem Buch bis auf den Autor und den „Mann ohne Kopf“ eigentlich nur Frauen abgebildet ?
Ist die Zielgruppe ausschließlich weiblich oder traut der Autor Männern nicht zu, sich den kausalen Zusammenhang „Psyche (Emotionen) und Rückenschmerzen“ einzugestehen. Ich bin mir dieses Zusammenhangs durchaus bewußt und viele andere Männer mit Sicherheit ebenso.

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Trotzdem freue ich mich über das in schönen Pastelltönen gehaltene Werk, in dem nette junge Damen mich aus unterschiedlichsten Positionen anlächeln !

Leitgedanke diese Buches ist der ganzheitliche Ansatz bei der Auseinandersetzung mit dem Rückenschmerz.
Der Autor reduziert den Rückenschmerz nicht in klassischer Weise auf „biomechanische Ursache im Bereich LWS, HWS etc. und entsprechende Schmerzreaktion“, sondern veranschaulicht die vielfältigen Mechanismen, die zu einer Schmerzsituation führen können. In diesem Zusammenhang wird unter anderem das bio-psycho-soziale Modell zur Entstehung von Rückenschmerzen vorgestellt.
Neben anatomischen Abbildungen werden anfangs gute Erklärungen zu der Funktion von Bandapparat und Muskulatur gegeben. Hier allerdings nicht rein wissenschaftlich, sondern im Stile von „was passiert eigentlich an meiner Wirbelsäule, wenn ich den ganzen Tag sitze und warum ist Bewegung wichtig (gut erklärt !)“.
Um einen positiven Hintergrund für die ganzheitliche Betrachtung des Rückenschmerzes aufzubauen, erfolgt eine begriffliche Klärung des Wortes „psychisch“ im Zusammenhang mit der Schmerzsymptomatik. Psychisch heißt nicht „verrückt“ – vielmehr wird hier die seelisch-emotionale Komponente des Schmerzes angesprochen (danke !) und der Rücken als Antenne und Spiegelbild der Befindlichkeit dargestellt.
Der Autor klassifiziert bestimmte Warnzeichen für Rückenschmerzen, erläutert Untersuchungsmethoden, Behandlungen und zählt Medikamente für die Selbstbehandlung auf (nichts außergewöhnliches: Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen & Co.). Sehr interessant sind aber die homöopathischen Empfehlungen zur Behandlung. Es gibt Tests bzgl. der Neigung zu chronischen Rückenschmerzen und der Bedeutung des Faktors
„Angst“. Zur Behandlung von Rückenschmerzen wird außerdem ein multimodales Therapiekonzept vorgestellt, das in drei Steps zur Schmerzfreiheit führen soll. Step 3 in diesem Konzept ist gleichzeitig auch der Praxisteil des Buches, der aus Muskeltests, Energieübungen für die Meridiane und heileurythmischen Übungen besteht.

Die ersten 40 Seiten des Buches mit Erlärungsmodellen zur Entstehung des Rückenschmerzes und die verständliche Darstellung des bio-psycho-sozialen Modells haben mir sehr gut gefallen. Das multimodale Therapiekonzept ist mir zu oberflächlich.

Stelle ich mir vor, daß ich mir in einer intensiven Schmerzsituation dieses Buch zur Hand nehme, und lese, ich solle positiv denken, lachen und glücklich sein und dann meine Beschwerden mit homöopathischen Mitteln und Salben selbst behandeln, dann kann ich nur sagen: „Ich möchte an dieser Stelle Zweifel bezüglich der Wirksamkeit anmelden“.

Also eher nichts für die Anfangsphase einer von unvorstellbaren Schmerzen begleiteten „Bandscheibengeschichte“.

Als ganzheitliches therapeutisches Konzept bei Verspannungsschmerzen und milderen Symptomen kann das Buch aber ohne weiteres gute Ansätze vermitteln.

Buch: Rückentraining mit dem Theraband

Was mir dieses Buch sofort sympathisch macht, ist die Anmerkung des Autors, daß Rückentraining mehr ist, als nur ein Training der Rückenmuskulatur.

Hans-Dieter Kempf spricht in diesem Zusammenhang von einem komplexen Verspannungssystem bzw. Muskelschlingen und einem Gleichgewicht in diesen Systemen, das es zu erhalten bzw. aufzubauen gilt.

Um dem Leser seine Ausgangssituation zu verdeutlichen, werden eingangs Tests zur Kraftfähigkeit, Beweglichkeit und Koordination dargestellt. Eine durchaus sinnvolle Methodik, die vielen Interessenten die aktuellen Defizite veranschaulichen kann.

Nachfolgend werden Hinweise bezüglich der Trainingsgestaltung gegeben und eine Unterscheidung in

„Training für Einsteiger“ und „Training für Fortgeschrittene“ findet statt, wobei ein kurzer Überblick zur trainingsmethodischen Gestaltung hinsichtlich der Belastungsnormative gegeben wird.

Am Ende bzw. im Anhang finden sich kurze Erklärungen zu einzelnen Krankheitsbildern mit krankheitsbezogenem Übungsschwerpunkt, eine grafische Darstellung der wichtigsten Muskeln und Ihrer Funktion. Dieser Teil könnte für meinen Geschmack etwas weiter vorne platziert sein.

Im praktischen Teil des Buchs werden zuerst Übungen zum Aufwärmen beschrieben und dargestellt (leider auch nicht in jedem Buch zu finden), wobei zwischen Übungen mit Kleinhanteln, Fitness- bzw. Gymnastikball und Thera-Band® unterschieden wird.

Bei den Trainingsübungen wird die zu trainierende Muskulatur jeweils grafisch dargestellt, die einzelnen Übungen werden beschrieben und ergänzende, sinnvolle Übungshinweise gegeben.

Anders als es der Titel des Buches vermuten läßt, beginnt der Übungsteil mit 30 Seiten Übungen mit dem Fitness- bzw. Gymnastikball. Finde ich sehr gut, vermutet aber keiner. Ebenso wird über den Titel nicht ersichtlich, daß auch Übungen mit Kleinhanteln in das Programm aufgenommen wurden. Nach meiner Meinung würde sich diese Information aber durchaus positiv auf eine Kaufentscheidung der Interessenten auswirken, da hierdurch die Übungsvielfalt deutlich erhöht wird, ohne daß sich der Leser von einem unüberschaubaren Angebot erschlagen fühlt.

Die Übungen selbst sind insgesamt gut beschrieben und bebildert, setzen aber ein gewisses Maß an Bewegungserfahrung voraus, es kann also nicht schaden, wenn man vorher schon einige Einheiten in Wirbelsäulenkursen oder in der Physiotherapie belegt hat. Dem wirklich „blutigen Anfänger“ würde ich empfehlen, die Übungen anfangs von einem Trainer oder Therapeuten kontrollieren zu lassen.

Neben der Einzelauflistung von Übungen stellt der Autor auch kleine Übungsprogramme zusammen (mit Anweisungen für Wiederholungs- und Serienzahl bzw. Pausengestaltung) und unterteilt auch hier wieder in „Programme für Anfänger und Fortgeschrittene“. Außerdem sind Übungen für Dehnung und Mobilisation der wichtigsten Muskeln und Muskelgruppen zu finden.

Was mich etwas stört, ist das etwa zehnseitige Kapitel „Übungen mit der Trainingsbank“. Zum einen ist es sehr schwer, nähere Informationen zu diesem Gerät zu finden, zum anderen war ich sehr überrascht (als ich dann endlich eine Bestellmöglichkeit gefunden hatte), daß dieses nette Gerät

schlappe 456 € kosten soll. Da das Buch ein Training mit Kleingeräten vermitteln will und hierbei sicherlich auch der räumliche und finanzielle Aspekt besondere Beachtung finden soll, ist diese Kapitel definitiv fehl am Platze.

Diese kleine Kritik soll aber nichts an der generell positiven Bewertung des Buchs ändern. Hier stimmen Struktur, Inhalt und sicherlich auch der Preis von € 8,90.