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Massage

15. März 2009 von Christoph Weigand  

Massage

Massage wird von den meisten Personen als angenehmste Therapiefom betrachtet.
Aber Massage ist nicht nur Therapie. Massage ist Entspannung und hat positive Auswirkungen auf die Psyche.
Massage kann anregend wirken oder beruhigen. Die Massage ist außerdem eine der ältesten Therapieformen der Welt.
Schon in der Antike wurden die Athleten massiert und die ältesten Nachweise von praktizierter Massage finden sich in China bereits um 2600 v. Chr.

Hippokrates und Galenus etablierten die Massage als Therapie bei Erkrankungen in Europa.

Ich habe diese ‘Unterkategorie’ das starken Rückens nicht grundlos erstellt. Vor meinem Sportstudium habe ich eine Ausbildung zum Masseur u. med. Bademeister abgeschlossen und diese Berufswahl (abgesehen von meinen eigenen Rückenschmerzen) nie bereut.
Massage bedeutet harte körperliche Arbeit auf Seiten des Behandlers , stellt aber auch wie wohl keine andere Tätigkeit einen intensiven Kontakt zum Massierten her.

Bei der Massage geht es nicht um ein flüchtiges ‘Hallo’, wie bei anderen Dienstleistungen. Es werden von ärzlicher Seite mindestens sechs Massagen verordnet, die jeweils eine Dauer von ca. 20 Minuten umfassen. Das sind mindestens 120 Minuten Körperkontakt zwischen Behandler und Patient. Bei welchem anderen Beruf wird eine derartige ‘Nähe’ zugelassen ?
Es ist aber nicht nur die körperliche Nähe – aus vielen Massagen ergeben sich Gespräche, die nicht nur an der Oberfläche kratzen. Man lernt die jeweiligen Personen sehr gut kennen und oft entwickelt sich eine große Vertrauensbasis auf Seiten des Patienten und eine langjährige ‘Kundenbeziehung’.

Zukünftig werde ich auf diesen Seiten umfangreiche Informationen zum Thema Massage präsentieren.
Ich werde die unterschiedlichen Formen der Massage vorstellen und Wirkungen, Indikationen und Kontraindikationen der Massage erläutern.

Sollte ich kostenlose und empfehlenswerte (Lehr-)Videos zum Thema Massage entdecken, werde ich sie hier auflisten.
Btw – Sollte jemand Massage in Wiesbaden benötigen, werden wir uns unter Umständen begegnen ;-)

Definition Massage:

Massage ist eine Therapieform der physikalischen Medizin. Massage ist eine mit den Händen durchgeführte mechanische Beeinflussung der obereren Körperschichten mit Wirkung auf den
gesamten Organismus. [Quelle: Wikipedia]

Neben der klassischen Form der Massage werden mittlerweile auch bei und zahlreiche, unterschiedliche
Massageformen angeboten. In der Praxis für Massage oder Physiotherapie / Krankengymnastik wird im Allgemeinen die klassische, schwedische Massage verabreicht.

Diese Form der Massage ist fester Bestandteil der Lehrinhalte auf den Schulen für Massage und Physiotherapie und wird von den Krankenkassen als Therapieform anerkannt (und bezahlt).

Einige der Techniken der klassischen Massage sind in dem untenstehenden Video veröffentlicht. Dies ist kein Lehrvideo im engeren Sinne, außerdem sind einige Techniken recht unsauber ausgeführt, läßt aber erkennen, daß es sich um klassische Massagetechniken handelt.

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Auf den ersten Blick scheint es sich bei den Formen der Massage um rein passive Maßnahmen zu handeln. Dem Patienten bzw. Massierten wird bei den Massagen keine aktive Rolle zugeordnet.
Allerdings finden im Inneren des Körpers eine Vielzahl aktiver Prozesse statt.

Informationen zu Techniken, Wirkungen Indikationen:

Klassische Massage

Info:
Die uns allen geläufige, klassische Massage wird außerdem auch als ‘schwedische Massage bezeichnet. Ursprung dieses Namens ist der Schwede Pehr Henrik Ling, der zu Beginn des 19. Jhdts. ein System der Gymnastik entwickelte. In seinen Aufzeichnungen ließen sich unter anderem auch Hinweise auf Handgriffe finden, die der heutigen Massage sehr ähnlich sind.
Auch wenn diese Handgriffe nicht dieselbe Bedeutung wie in der heutigen Massage hatten, dienten
sie doch Albert Hoffa und Johann G. Metzger als Grundlage der heutigen Massage.

Indikationen:
Der klassischen Massage kommt in erster Linie eine tonusregulierende Funktion zu. Es geht also um Verspannungen und Verhärtungen in der Muskulatur. Diese können durch vielfältige Mechanismen hervorgerufen worden sein.
Bei vielen Erkrankungen der Wirbelsäule z. B. reagiert die Muskulatur des Rückens und Nackens mit schmerzhaften Spannungsveränderungen, die wir landläufig als Verhärtungen bezeichnen. Aber nicht nur die Wirbelsäule kann von solchen Spannungsveränderungen betroffen sein. Auch die Extremitäten reagieren auf ungewohnte bzw. übermäßige Belastungen oftmals mit Tonuserhöhungen in der Muskulatur.

Indikationen der Massage sind:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Erkrankungen der Haut (‘Erkrankungen’ meint in diesem Fall, daß es reflektorisch aufgrund von
  • Erkrankungen z. B. innerer Organe zu Veränderungen in der Haut kommen kann neurologische Störungen (z. B. Paresen, Spastiken, Neuralgie usw.)
  • psychische und psychosomatische Störungen
  • Erkrankungen innerer Organe (z. B. Obstipation)

Kontraindikationen für Massage:

  • Entzündungen in Haut, Unterhaut oder im Muskel
  • Fieberhafte Erkrankungen
  • Tumorerkrankungen, da die Gefahr einer Metastasierung besteht
  • Blutungsneigung
  • schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Thrombosen im Verschlussgebiet bei arteriellen Verschlüssen und schwerer Arteriosklerose

Techniken der Massage:

Im Wesentlichen weist die klassische Massage folgende Grundtechniken auf:

  • Streichungen (Effleurage):

Meistens beidhändig und flächig ausgeführt. Streichungen stehen i. d. R. am Anfang bzw. Ende einer Massage oder dienen zur Überleitung bzw. Erholung und Beruhigung.

Der Patient kann sich über die Streichung anfangs an die Berührung gewöhnen, gleichzeitig können
Massageöl oder Massagelotion auf dem zu massierenden Bereich verteilt werden.
Der Streichung kann aber auch ohne Weiteres eine entspannende Funktion zugeordnet werden. Unter anderem kommt es auch zu einer verbesserten Eigenmotorik des Lymphsystems.
Variation: dehnende Streichung

  • Knetungen (Petrissage):

Einzelne Muskeln oder Muskelgruppen verden S-förmig ‘verwunden’. Dabei kommt es im Idealfall zu
einer lokalen Dehnung und Tonisierung bzw. Detonisierung der bearbeiteten Muskulatur. Der Abtransport
von Stoffwechselprodukten wird gefördert und die periphere Durchblutung erhöht.
Knetungen können mit Daumen und Fingerkuppen oder auch mit der ganzen Hand ausgeführt werden.

  • Friktionen, Zirkelungen:

Diese Massagetechnik wird mit Fingern oder Handballen ausgeführt. Lokale Verhärtungen in der Musku-
laturund Verklebungen im Bindegewebe können hiermit sehr gut erreicht werden.
Es handelt sich um kreisende oder zirkelnde Bewegungen auf oder um die betreffende Stelle im Muskel.

  • Klopfungen (Tapotement):

Klopfungen werden mit der Handkante (Hand dabei entspannen – keine ‘Karatehand’), der Handfläche
oder den Fingern ausgeführt und tragen zur Tonisierung bzw. Detonisierung der Muskulatur bei, werden
aber auch zur Schleimlösung z. B. bei Lungenerkrankungen eingesetzt.

  • Vibrationen:

Werden hauptsächlich zur Detonisierung eingesetzt. Ausführung über die flach aufgelegt Hand und entsprechender ‘Zitterbewegung’

  • Reibungen:

Können über Handfläche und -kante ausgeführt werden und dienen zur lokalen Erwärmung

Berufe, die zur Abgabe medizinischer Massagen (von Krankenkassen anerkannt) berechtigen, sind (Informationen der Arbeitsagentur zum jeweiligen Berufsbild):

  • Masseur u. med. Bademeister
  • Physiotherapeut (früher Krankengymnast – Krankengymnastik)

Selbstverständlich gibt es auch zahlreiche andere Anbieter für Massage, bei denen Sie entsprechend
der vorliegenden Qualifikation und Erfahrung gut aufgehoben sein können. Allerdings müssen sie diese
Massagen prinzipiell aus eigener Tasche bezahlen. Krankenkassenseitig ‘subventionierte Massagen’ erhalten Sie in Deutschland nur über o. g. zwei Berufsgruppen.