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Zur Relevanz der Überschrift eines Blog-Artikels

27. November 2007 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Blogging

Gestern hat Robert in einem knappen Beitrag auf einen Artikel bei SeoBook.com hingewiesen.
Erstaunlicher Weise gab es zu diesem Hinweis bisher keinen einzigen Kommentar (auch beim Werbeblogger halten sich die Rückmeldungen in Grenzen), obwohl die Quelle zahlreiche Anregungen in Richtung “optimiertes Blogging” gibt.

Eine dieser Anregungen möchte ich in diesem Artikel näher beleuchten, weil ich

  1. schon längere Zeit darüber schreiben wollte und
  2. keine zu hohen Hürden bei der Umsetzung überwunden werden müssen.

Machen wir uns nichts vor – als Normalblogger generiert der Traffic über Google die Suchmaschinen einen hohen Prozentsatz der täglichen Besucher. Bevor man nicht hinsichtlich der Anzahl der Stammleser in höhere Ligen aufgestiegen ist, macht es aus meiner Sicht demnach keinen großen Sinn, die Tür des Blogs vor Google zu verschließen, denn auch aus “Zufallsbekanntschaften” werden erfahrungsgemäß Stammleser. Selbstverständlich ist es jedem freigestellt, derartige Maßnahmen zu ergreifen, aber ich werde mir definitiv nicht den Luxus leisten, auf Google-Besucher zu verzichten (ganz abgesehen von der sportlichen Komponente, die das “Verfahren” mit sich bringt).

Um möglichst viele Besucher über die Suchmaschinen auf’s eigene Blog zu lenken, ist es von essentieller Bedeutung, daß man relativ gut in den Suchergebnissen zu bestimmten Suchbegriffen gelistet ist, das dürfte keiner bestreiten wollen.
Ein wichtiges Kriterium für ein vernünftiges Ranking ist u.a. die Überschrift des Einzelartikels. Warum ? Weil die Überschrift den Seitentitel der Einzelseite festlegt und ggf. von einigen anderen Stellen (z. B. Blogverzeichnisse oder andere Blogs) auf diese Seite, diesen Titel, diese Überschrift verlinkt wird; manchmal als fragmentierter Text und oftmals sogar wortwörtlich. Außerdem wird der Überschrift/dem Titel eine weitere, besondere Relevanz zugeordnet, weil sie durch bestimmte Kennzeichnungen im Quelltext (h1, h2 etc.) den Suchmaschinen mitteilt, daß diese Wörter besondere Bedeutung haben.

Nehmen wir also an, Ihr verfaßt göttliche, hochinformative Texte, wählt aber grottenschlechte Überschriften ohne wesentlichen Bezug zum Text – was würde passieren ? Der Text kann so gut sein, wie er will, trotzdem werdet ihr schlecht ranken. Dieses Szenario wird relativ selten eintreten, da ein guter Schreiber meist auch gute Überschriften finden wird, aber dadurch dürfte deutlich werden, was ich meine.
Jetzt stellt Euch weiterhin vor, ihr liefert dämliche Texte mit miesen Überschriften ab. Resultat ? Ihr könnt es erahnen ;-)
Andererseits werden sich selbst mittelmäßige Schreiberlinge mit guten Überschriften ziemlich gut positionieren, wenn die anderen SEO-Faktoren halbwegs zusammenspielen (dabei setze ich voraus, daß der jeweilige Text echte Informationen zu bieten hat, ich rede nicht von textlichem Schrott, obwohl auch in diesen Fällen das Prinzip meistens greift).

Ein weiterer, erfolgsbestimmender Faktor von Überschriften ist das Erscheinungsbild in den Suchergebnissen.
Angenommen, Ihr habt es mit einem mittelmäßigen Text in die Top 10 der Suchergebnisse geschafft, indem Ihr sinnlos in einer “guten” Überschrift irgendwelche Keywords aneinandergereiht habt. Wen würdet Ihr eher klicken: den Sinnlos-Kandidaten auf Position 7 oder die keyword- und aussagekräftige Überschrift auf Position 8 ? Ich würde letzteren Treffer klicken…

Sicher werden sich jetzt viele fragen, warum ich das Bedürfnis verspüre, an dieser Stelle solche vermeintlichen Selbstverständlichkeiten mitzuteilen. Ich sag’s Euch:
In regelmäßigen Abständen kontrolliere ich die Ergebnisse zu bestimmten Suchbegriffen, zu denen ich mich in der Vergangenheit gut positionieren wollte. Und regelmäßig kann ich selbst nicht glauben, daß manche Titel meiner Tastatur entsprungen sein sollen. Sie sind so schlecht und so mies formuliert, daß ich niemals darauf klicken würde, wenn ich sie mir in den Suchergebnissen unterkämen (falls sie es tatsächlich in die Top 10 geschafft haben). Jede Minute, die ich in diese Artikel investierte, hätte ich lieber spazierend an der frischen Luft verbringen sollen, denn in diesen Minuten muß definitiv ein Teil meiner Hirnmasse nicht verfügbar gewesen sein.

Schwachsinn ? Geht einfach mal Eure Archive durch und Ihr werdet euch wundern ;-)

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