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Was ist Gesundheit?

5. Mai 2009 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Medizin

Thorsten hat kürzlich in einem ausführlichen Artikel “die Gesundheit” in ihren unterschiedlichen Auffassungen/Konzepten dargestellt.

Auch nach mehrmaligem Lesen konnte ich mich in keiner Auffassung so recht wiederfinden. Am ehesten sympathisiere ich mit Gandhi:

Gesundheit heißt, man muß sich wohlfühlen, sich frei bewegen können, guten Appetit haben, normal in seinen Funktionen sein und daher keinen Arzt aufsuchen müssen.

Allerdings hätte Gandhi noch “gut schlafen” in seine Definition aufnehmen sollen ;-)

Spontan fallen mir bei der Frage “Was ist Gesundheit” aber auch diejenigen meiner (allerdings meist mit orthopädischen Krankheitsbildern) Patienten aus den letzten 18 Jahren ein, denen ganz objektiv die “Abwesenheit von Gesundheit” bescheinigt werden konnte, wobei sie sich aber keineswegs als krank bezeichneten bzw. empfanden, sondern die Krankheit vollkommen ausblendeten. Dies aber nicht in Form eines Verdrängens, sondern vielmehr als alternative Wahrnehmung oder besonders positiver Grundeinstellung – schwer zu beschreiben.

Und weil ich die individuelle Definition von Gesundheit ziemlich interessant finde rufe ich ausnahmsweise explizit dazu auf, eure müden Kommentatorenhintern zu bewegen und einen kurzen Kommentar in Form einer eigenen Definition zu hinterlassen ;-)

Kommentare:

11 Kommentare zu “Was ist Gesundheit?”
    • Klaus-Peter sagt:

      Hauptsache, dem Gemüt geht’s gut ;-)

      Neun Zehntel unseres Glückes beruhen allein auf der Gesundheit.Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses.Hingegen ist ohne sie kein äußeres Gut,welcher Art es auch sei, genießbar.*Schopenhauer

      “Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Daseins.
      Sie sollen es auch regieren”

      Wilhelm Reich

    • ‘Ne eigene Definition, Klaus-Peter… ;-)
      Der erste Satz?

    • Klaus-Peter sagt:

      Ja, der erste Satz. Bezieht sich auf den lateinischen Spruch mit mens und corps;
      den kann man zwar rückwärts auch lesen, aber so, wie er ist, setzt er seine Prioritäten.
      Schopenhauer als allgemeine Prämisse, und bei Reich ist das Ganze ausgeführt:
      Wobei zur Liebe auch die Ggenliebe gehört, zur Arbeit der Lohn, zum Wissen der Zugang zu den Quellen und dessen Weitergabe; hier also Gesundheit auch im sozialen Kontext, was wohl besonders deutlich am Punkt “Arbeit” wird:
      Die kann krank machen, ohne sie kann man auch nicht gesund sein.

    • nicole sagt:

      Gesundheit ist etwas, über das man sich keine Gedanken macht, solange man es (vermeintlich) uneingeschränkt hat.

      Das ist zwar keine Definfition, erklärt aber vielleicht, warum kaum einer ;-) kommentiert?

      @KP: Scheint etwas mit Balance zu tun zu haben…

    • Thorsten sagt:

      Genau genommen müßte der Fall der Unwissenheit (jemand ist krank und weiß es nicht) und vorrübergehende oder auch dauerhafte Einschränkungen/Behinderungen bei der Überlegung, was Gesundheit ist, mit einbezogen werden. Viele Konzepte schaffen diese Hürde nicht.

    • Daniel sagt:

      Gesundheit bedeutet als Einheit/Ganzheit zu handeln und sich sich als Einheit zu erleben. Damit einher geht Wohlbefinden auf allen Ebenen (körperlich, geistig, emotional, spirituell,…)

      Mehr fällt mir momentan dazu nicht ein. Ausser vielleicht folgendes: wir sprechen von Krankheiten (plural) und Gesundheit (singular). Ich habe aber noch niemals GesundheiteN gehört. Das unterstreicht vielleicht nochmal die Idee von EIN-heit in meinen Definitionsversuch…

      Viele Grüsse,
      Daniel

    • @Daniel
      Erster Absatz ok, beim zweiten Absatz kann ich Dir leider nicht folgen (will heißen: verstehe ich nicht).

    • Klaus-Peter sagt:

      @ Thorsten: In der Psychotherapie geht es ja öfters um die “Krankheitseinsicht” – das ist ja auch eine Hürde.
      @ Nicole: Eigentlich ja ;-)

    • Daniel sagt:

      @Christoph
      ja, das war nur ne Gedankenspielerei. Die Idee ist folgende: ‘Ich’ nehme meinen ‘Körper’ wahr (das sind schon zwei = Trennung) und da ist meine verspannte ‘Schulter’ (jetzt sind wir schon bei drei) usw. Das ist also nicht mehr Ein-heit, sondern 3-heit, also nicht gesund.

      Dazu passt irgendwie, dass es in der (deutschen) Sprache es keine GesundheitEN gibt, sondern nur Gesundheit.

      Nach dieser Logik gibt es also
      -MEHRERE KrankheitEN, aber nur
      -EINE Gesundheit (nämlich sich selbst als Einheit zu erleben und auch so zu handeln, d.h. die verspannte Schulter nicht als isoliertes, körperliches Problem wahrzunehmen, sondern als Aspekt des Gesamtsystems)

    • Alles klar, ist jetzt (für mich) nachvollziehbar.
      Danke für die Erläuterung, Daniel :-)

    • Paul sagt:

      Somit bin ich in keinsterweise Gesund…fühle mich auch nicht so…
      Denke als 100% Gesund können sich nur die wenigsten bezeichnenn…

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