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Volloffenes- bzw. Stehend-MRT

23. April 2008 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Bandscheiben, Medizin, Produkte, Rückenschmerzen

Aufgrund einer Mail, die ich gestern erhielt, möchte ich nochmals auf ein Thema zurückkommen, das bereits vor einiger Zeit kurz in einem Beitrag thematisiert wurde. Es handelt sich um die Option, eine anstehende Kernspin-Diagnostik nicht in der “herkömmlichen Röhre”, sondern in einem offenen MRT durchzuführen.

Ich kam bisher noch nicht in der “Genuß” einer derartigen Untersuchung, habe mich aber ein wenig bei YouTube und in der deutschen Radiologen-Landschaft umgesehen, um Euch die Methode möglichst anschaulich ‘rüberzubringen. Eine US-amerikanische Radiologie hat glücklicherweise einen kurzen Clip des Geräts online gestellt (uU müssen deutsche Ärzte wegen des Werbeverbots darauf verzichten ?). Und da ein Video oftmals einen beseren Eindruck als zahlreiche Bilder vermittelt, schaut am besten selbst, welche Möglichkeiten das Gerät bietet:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

In Deutschland scheinen Praxen in Köln und Hannover ein Gerät vom gleichen Hersteller (Gerät im Video) zu haben. Es handelt sich um Fonar (laut Startseite dem Erfinder dieser Geräteform – kann ich nicht überprüfen, Angabe ohne Gewähr).

Welchen Vorteil bietet dieses Gerät ?
Wie aus dem Video ersichtlich wird, ist das MRT nicht nur (voll-)offen konstruiert, sondern erlaubt zusätzlich die Diagnostik in vielen unterschiedlichen Positionen (sitzend, gebückt, in Rotation usw., sog. Funktionsuntersuchungen). In diesen Positionen wird dann eventuell das sichtbar gemacht, was im ungünstigsten Fall in Rückenlage verborgen bleiben kann -> warum eben die Beschwerden und Schmerzen in genau dieser Position auftreten.

Nun zum Nachteil für (uns) Kassenpatienten:
Solche Funktions-MRT’s / MRT’s unter Gewichtsbelastung / volloffenen MRT’s werden, so wie ich das sehe, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Ich kann leider nicht sagen, in welchem Kostenrahmen sich eine solche Untersuchung bewegt, aber vielleicht lassen ja die Krankenversicherer mit sich reden, daß man wenigstens den regulären Kassensatz erstattet bekommt, wenn die Rechnung privat beglichen wird ? Ein Versuch wär’s zumindest wert, falls über diese Maßnahme genauere Aussagen zum jeweiligen Krankheitsbild getroffen werden könnten.

Kommentare:

Ein Kommentar zu “Volloffenes- bzw. Stehend-MRT”
    • Helmut sagt:

      Diese Untersuchung hat im November 2008 ca. 480,- gekostet, die normale Röhre
      kostet ca. 420,-.
      Die AOK hat die Kosten für die Röhre übernommen, so das ich ein Eigenanteil von ca. 60,- hatte.
      HWS 480
      BWS 480
      LWS 480
      Grüße Helmut

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