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Trainingstherapie – Dips und Pull Down (Latziehen)

30. Mai 2007 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Dips, Pull Down (Latziehen)

Nach dem Zugapparat nun die Folge fünf aus der Serie

Geräte in der Trainingstherapie

Heute im Angebot: Dips und Pull Down (Latziehen)

Dips - Latziehen

Mit diesem Gerät sind zwei grundlegende Trainingsübungen möglich:

  1. Gegen den Widerstand des Gewichts [E] können die Griffe [A] nach unten gezogen werden.
  2. Gegen den Widerstand des Gewichts können die Holme [B] nach unten gedrückt werden.

Bei 1. wird vorrangig der Latissimus trainiert. Beteiligt sind aber auch der Bizeps (kennt wohl jeder), einige Muskeln am Unterarm und verschiedene andere Muskeln des Oberkörpers.

Bei 2. verrichten die Hauptarbeit der/die Brustmuskel(n) und der Trizeps (+ andere Muskeln).

Ihr seht sicher, daß bei [A] drei Griffe vorhanden sind. Die unterschiedlichen Griffpositionen sind z. B. für Schulterpatienten relevant.
Mit dem vorderen Griff kann meist problemlos trainiert werden, wobei auch in diesem Fall Unterschiede zwischen Rist- und Kammgriff bestehen.
Der mittlere Griff setzt das Schultergelenk schon deutlich mehr “unter Streß”.
Für ein “Rückentraining” verwende ich meist die mittlere Griffposition, da es hierbei zu einem deutlichen Anheben des Brustbeins und zu einer Aufrichtung im gesamten Oberkörper kommt. Die Brustmuskulatur bei der Übungsausführung zudem in einen schönen Dehnungszustand versetzt, was unter anderem auch die Fixierung über die Rückenlehne gewährleistet.
Denkbar ist auch die umgekehrte Sitzposition, also nicht angelehnt, sondern mit dem Gesicht zur Lehne. In diesem Fall habt Ihr deutlich mehr Freiheitsgrade bei der Bewegung und könnt, wenn erforderlich, eine andere Winkelstellung im Oberkörper einnehmen. Ist uU sinnvoll, wenn andere Muskeln an der Bewegung beteiligt oder Kombinationsbewegungen ausgefürt werden sollen. Außerdem hat die Position des Oberkörpers wiederum direkten Einfluß auf die Beteiligung des Schultergelenkes bzw. dessen Position und schon leichte Veränderungen diesbezüglich machen den Unterschied zwischen “absolut unmöglich” und totaler Schmerzfreiheit aus.

Auch beim “Runterdrücken” kann zwischen [B] äußerem und innerem Holm variiert werden. Denkbar sind außerdem Griffpositionen weit vorne oder entsprechend weiter hinten am Holm (ja, das ist tatsächlich von Bedeutung ;-) ). Auch ein Training mit komplett gestreckten Armen ist möglich, also kein Beugen im Ellenbogengelenk. In diesem Fall werden bei gestreckten Armen ausschließlich die Schultern bewegt (wie ein Schulterzucken gegen Widerstand). Dadurch erreicht man dann eine Mobilisation des Schulterblattes, wenn kaum Bewegung im eigentlichen Schultergelenk möglich ist. Kein Bewegen der Arme und trotzdem ein wunderschönes Gleiten des Schulterblattes, klasse, oder !?

Bei [D] handelt es sich wieder einmal um eine Einstiegshilfe – wenn man den Hebel mit den Füßen nach unten drückt, bewegen sich auch Griffe und Holm weiter nach unten und sind leichter erreichbar.
Über [C] läßt sich die Sitzhöhe verändern.

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