Tennis und die Wirbelsäule
29. Juli 2007 von Christoph Weigand
Abgelegt unter: Bandscheiben, Rückenschmerzen
Das (Profi-) Tennis keinen unmittelbar positiven Einfluß auf die Wirbelsäulengesundheit haben dürfte, wird sich jeder schon gedacht haben.
Die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zu diesem Thema sind jetzt bei kurier.at nachzulesen:
Untersuchungen an jungen Leistungssportlern zeigen: Intensives Tennistraining kann die Wirbelsäule irreparabel schädigen.
Leider ist die Originalstudie derzeit noch nicht im Volltext verfügbar. Die Ergebnisse im Abstract lassen jedoch augenscheinlich keinen großen Spielraum für Interpretationen:
5/33(15.2%) players had a normal and 28/33 (84.8%) an abnormal MRI examination. bjsm.bmj.com
Auch wenn davon ausgegangen werden kann, daß bei vielen Nicht-Tennisspielern ein Befund nach einem MRT der LWS vorgelegen hätte, darf mE dennoch vermutet werden, daß die Zahl der Probanden mit entsprechendem Befund nicht bei 84,4% gelegen hätte.
Allerdings würden mich die Werte für Nicht-Tenisspieler (Nicht-Sportler) schon interessieren.
Also der Zahl derer, die in der entsprechenden Altersgruppe einen pathologischen MRT-Befund aufweisen, ohne daß eine außergewöhnliche sportliche Belastung vorliegt. Das könnte die Ergebnisse der Untersuchung schon relativieren.




