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Teilnehmendes Gesundheitsmanagement

20. März 2007 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Medizin

Partizipatives Gesundheitsmanagement – hört sich schon mal wichtig an.
Was hat es damit auf sich ? Oft ist es in den Unternehmen so, daß von Außen Maßnahmen für z. B. betriebliche Gesundheitsförderung oder Arbeitsschutz erarbeitet werden.
Ohne jetzt lange auf der Seite von Pargema zu lesen, schreibe ich kurz, wie ich mir das Konzept anhand der Namensgebung vorstelle:

Die Mitarbeiter eines Unternehmens kennen selbst am besten die Belastungen, die durch bestimmte Arbeitsabläufe entstehen, sie kennen die sozialen Strukturen und Komplikationen in den einzelnen Prozessen – da müßte sich schon ein externer Berater sehr lange umsehen, um auch nur annähernd einen Einblick zu erhalten.
Über Konfrontation und der Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, wird eine Form von Bewußtsein für den Zusammenhang “eigene Gesundheit <-> Betrieb in dem ich arbeite” erzeugt. Das erzeugt (wenn entsprechend kanalisiert) im günstigsten Fall ein hohes Motivationsniveau, Arbeitsabläufe gesundheitsbezogen zu optimieren. Das wiederum würde nach gelungener Optimierung in einer deutlich höheren Mitarbeitergesundheit und -zufriedenheit resultieren.

Gutes Konzept !

Aber warum muß Pargema ein potentiell gutes Vorhaben sprachlich so verpacken, daß es kein Mensch versteht ?

PARGEMA dient der Erforschung, Entwicklung, Erprobung, Evaluation und Verallgemeinerung von Gestaltungsansätzen eines partizipativen Gesundheitsmanagements, das den Leitbildern “Prävention durch Partizipation” und “kontinuierlicher Präventionsprozess” verpflichtet ist.

und das ist nur ein Beispiel. Ich weiß, an dem Projekt arbeiten hochrangige Wissenschaftler mit, die auf der Webseite ihr Konzept selbstverständlich entsprechend präsentieren wollen. Aber wenn ein Konzept denjenigen, um die es geht, vermittelt werden soll, müssen die doch sofort verstehen, was Sache ist. Warum auf der einen Seite sprachliche Hindernisse aufbauen, wenn auf der anderen Seite gesundheitliche Barrieren eingerissen werden sollen ?
Was würde ich als Mitarbeiter machen, wenn ich von der Einführung eines neuen Gesundheitskonzepts in meiner Firma höre ? Ich informiere mich auf der Webseite des Anbieters bzw. Entwicklers. Und dort will ich schnell verstehen und vor allen Dingen schnell überzeugt werden. Ich will ein gutes Gefühl, und vielleicht das finden, was mir schon lange in der Firma an Motivation verloren gegangen ist. Vielleicht will ich auch direkte Fragen stellen, die auch andere einsehen können, das würde sofort eine barrierefreie Kommunikation und vielleicht entsprechendes Vertrauen herstellen.

So eine gute Idee – da kann man doch noch mehr ‘draus machen…

Kommentare:

3 Kommentare zu “Teilnehmendes Gesundheitsmanagement”
    • Frank Seiß sagt:

      Hallo Christoph Wiegand,

      Fein, dass unser Projekt hier “ankommt”. Solches Feedback nützt uns was. Das Problem der “wissenschaftlichen Projektsprache” ist erkannt und wir arbeiten daran, uns verständlicher und barrierefreier auszudrücken … Vielleicht ist es uns hier ja schon ein bisschen besser gelungen: http://pargema.de/files/pm_pargema_19_3_07.pdf

      Vielen Dank für die Anregungen, wir sehen, was wir machen können.

      Grüße Frank Seiß

    • Hallo Herr Seiß,
      schön, daß überhaupt eine Reaktion von Seiten des angesprochenen Anbieters kommt – in den meisten Fällen wird einfach nur der Beitrag gecheckt aber es kommt keine Antwort.
      Über die verlinkte Pressemeldung bin ich überhaupt auf die Seite aufmerksam geworden. Sie ist zwar besser verständlich aber schlußendlich ist doch die Gesamtseite entscheidend. Sie können ja noch eine Plattform für ‘Endverbraucher’ integrieren, dann wären alle Zielgruppen gut versorgt ;-)

      Gruß nach München

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  1. [...] Paßt jetzt ganz gut in den Kontext parzipatives Gesundheitsmanagement auch wenn das Interesse auf die neueste Ausgabe der WiWo gelenkt wird. Aber was soll’s – der Beitrag hat Informationswert und es wird fleißig kommentiert. In Jo’s Jobwelt wird der Faktor “Stress im Job” genauer unter die Lupe genommen: [...]



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