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Riskantes ProBlogging ?

24. Oktober 2007 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Blogging

Frank vom SEO Marketing Blog macht sich so seine Gedanken über den Verkauf von Links und die potentiellen, zukünftigen Konsequenzen im Hinblick auf eine eventuelle Abstrafung von Google.

Auch für den ambitionierten Medium-Nischenblogger ein nicht uninteressantes Thema, denn wer vorgibt, bisher niemals über eine dezente Monetarisierung seines Blogs nachgedacht zu haben, neigt entweder zum Flunkern, oder gehört wirklich zu jener kleinen Minderheit, die ausschließlich um des Bloggens willen tagtäglich “ihr Baby füttern”.

Und weil’s eben sogar (oder gerade ?) den ProBlogger Darren Rowse erwischt zu haben scheint, sollten auch die kleinen und mittleren Blogger um so intensiver über derartige Geschäftmodelle nachdenken. Nicht, daß PageRank irgend etwas bedeuten würde *räusper* aber die meisten von uns würden sich dennoch ärgern, wenn statt des mühsam “erkämpften” PR 4 plötzlich ein armseliger Zweier oder Dreier in der Google-Toolbar erscheinen würde. Und das nur wegen ein paar verkaufter Links. Wenn schon kein Geld (oder nur vernachlässigbare Beträge) mit dem Blog verdient werden, dann doch wenigstens ein knapp hälftig gefüllter Balken für’s Ego ?!

Abgesehen davon gehe ich davon aus, daß die Blog-Inserenten in diesem Fall sehr schnell ihr Interesse an dem kleinen bis mittleren Blog verlieren würden, denn nicht umsonst ist der PageRank bei Marktplätzen wie Linklift das Kriterium, welches an erster Stelle bei den Detailinformationen zum jeweiligen Blog angeführt wird. Und wer möchte schon auf einem PR 2-Blog inserieren ?

Die Großen wird’s nicht so hart treffen, denn aufgrund der riesigen Leserschar (und anderer Kriterien), werden sie wahrscheinlich auch zukünftig in der Lage sein, ihren Lebensunterhalt (oder einen Teil davon) mit selbstvermarkteten Anzeigen zu bestreiten …. hoffe ich (und das ist ernst gemeint, denn ich gönne wirklich Jedem seine Einnahmen). Die meisten von denen fahren ohnehin mehrgleisig – beraten, haben Agenturen o.ä.

Aber welche Modell bleiben uns, den “Normalbloggern” ? Adsense ? Partnerprogramme ? Gar keine Werbung, weil’s viel cooler und seriöser ist ? Ich finde ein paar Euros könnten schon ‘rumkommen. Ist doch ein schönes Gefühl, auch wenn es sich nur um klein(st)e Beträge handelt.

Habt Ihr Ideen zu dem Thema ?

Kommentare:

3 Kommentare zu “Riskantes ProBlogging ?”
    • michael sagt:

      Hi Christoph!
      Ich glaube du malst zu sehr schwarz und weiß. Bei mir mit PR1 :-) wird wohl niemand Links kaufen wollen, auch an Adsense oder Partnerprogrammen bin ich nicht interessiert. (Da ich beim Browsen Javascript per Default ausgeschaltet habe, wußte ich übrigens ewig nicht, dass Du Adsense überhaupt nutzt.)
      Aber das heißt natürlich nicht, daß ich mit meinem Blog kein Geld verdiene oder verdienen will, nur der Ansatz ist ein anderer:
      Stell Dir vor ich hätte einen SEO-Blog, je mehr Aufträge ich bekomme, um eine Seite natürlich mit white-hat SEO aufzupeppen, um so mehr hat sich der Internet Auftritt doch gelohnt, egal ob Nischen- oder Sonstwas-Blogger! Und mit ein wenig Geduld und Arbeit wird es dann auch was mit dem Pagerank, für mich nur für die Positionierung bei den Suchergebnissen meiner Lieblings-Suchmaschine entscheidend! Ich denke die direkten Einnahmen per Links, wie zum Beispiel bei Robert werden maßlos überschätzt.
      Viele Grüße
      Michael

    • Spätestens nach dem nächsten Update wirst auch Du ein potentieller Kandidat für ensprechende Links zu Herstellern von Zahn-Füllmaterialien sein und bestimmt auch die netten Emails von den Herstellern bekommen, die Dir für vier Textlinks von der Startseite monatlich 15 Euro anbieten – Du wirst schon sehen ;-)

      Ich würde die Link als Einnahmequelle aber insgesamt nicht unterschätzen. Um Konsequenzen wie das gestrige PageRank Gewitter zu vermeiden (ich nehme an Du hast’s schon mitbekommen), werden sich Linkkäufer und -verkäufer andere Strategien überlegen müssen. Und diese neuen Strategien werden kommen.
      Links sind (solange der Algorithmus von Google in dieser Form besteht) zu einer harten elektronischen Währung mutiert und wenn sich keiner offen zum Linkverkauf bekennt bzw. nicht explizit (um die Glaubwürdigkeit und Seriosität zu wahren) “gesponsort von” ‘drüber schreibt, nur ganz schwer als “gekauft” zu identifizieren.
      Schau Dir mal an, wie oft ich auf irgendwelche Produkte, Shops etc. auf meiner Seite verlinke und rechne zusammen, was heraus käme, wenn ich für jeden dieser Links nur 5 Euro/Monat kassieren würde (was selbstverständlich nicht der Fall ist). Laß’ es nur 100 Links sein -> das wären 500 Euro/Monat. Und keine Suchmaschine hat die vielen Links zu gewerblichen Anbietern auf meiner Seite als “gekauft” eingestuft (was aber nicht heißt, daß es theoretisch nicht doch so sein könnte – wer außer mir und dem Linkkäufer sollte das wissen ?)
      Vielleicht entwickelt sich ja eine andere Form des (Ehren-)Kodex:
      Alle halten einfach die Klappe und es wir über versteckte Hinweise auf den werblichen Eintrag hingewiesen – keine Ahnung, irgend eine Möglichkeit läßt sich schon finden, da bin ich mir sicher.

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Das sagen andere Blogs zu diesem Artikel:
  1. Reklame – das leidige Thema…

    Christoph macht sich Gedanken über Werbung in Blogs, insbesondere Linkverkäufe und mir geht es seit ein paar Tagen nicht anders. Also nehme ich seinen Beitrag zum Anlaß und schreibe nieder, was mir derzeit im Kopf herumspukt.
    Es ist nat&…



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