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Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

2. Januar 2007 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Medizin

Alle freuen sich, daß sich der Krankenstand – im Hinblick auf alle Krankheitsarten – seit Beginn der 90er Jahre fast halbiert hat.

Einige scheinen sich weniger zu freuen (Erhebung des BKK-Bundesverbandes):

Einzige Ausnahme mit deutlich mehr Krankheitstagen bilden die psychischen Störungen, bei denen die Krankheitstage seit 1991
um 33 Prozent zugenommen haben. Psychische Erkrankungen sind inzwischen die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. BKK

Noch beunruhigender sollte die Tatsache stimmen, daß die Anzahl derer, die aufgrund psychischer Erkrankungen stationär behandelt wurden, in den letzten 20 Jahren um das 2,5fache gestiegen ist.
Diese Ergebnisse scheinen ‘gut’ mit der Jugendgesundheitsstudie Stuttgart 2005 zu korrespondieren:

Von psychosomatischen Störungen wie Schlafstörungen, Müdigkeit und Erschöpfung berichtet etwa jeder fünfte Jugendliche, Mädchen häufiger als Jungen. Einschlaf- oder Durchschlafprobleme gaben 28 % der Mädchen und 19 % der Jungen an. Oft oder sogar immer müde und erschöpft fühlen sich 23 % der Mädchen und17 % der Jungen. stuttgart.de

Sollten wir uns langsam mehr Gedanken über die psychische als über die physische Gesundheit machen ? Oder gar nicht mehr nachdenken ? Schon gar nicht über Krankheiten ?
Und wie paßt der von vielen gern zitierte, lateinische Spruch: “mens sana in corpore sano” in dieses Schema, wenn doch die körperlichen Erkrankungen immer mehr abnehmen ? Er paßt nicht, wurde ursprünglich aber auch nie so ausgesprochen (s. Wikipedia).
Was Juvenal sagen wollte, ist folgendes:

Er hat also als Satiriker keineswegs behauptet, dass ausschließlich in einem gesunden Körper ein gesunder Geist stecke, sondern nur – da er meist das Gegenteil davon erlebt hatte – dass es wünschenswert sei, wenn dem so wäre.

Insofern scheinen die Satiren des Juvenal auch auf unsere Zeit zuzutreffen: Immer mehr kranke Geister in kranken scheinbar gesunden Körpern …

Kommentare:

Ein Kommentar zu “Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch”

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    1. [...] Meine Meinung ? Ich verweise in diesem Kontext auf die Studie der BKK zu der ich kürzlich einen Beitrag verfaßt habe. Ebenso kann ich der Argumentation des ifo-Institus nicht zustimmen (Strukturwandel), denn auch wenn keine körperliche Leistung im Job gefordert wird, können die ‘Kopfarbeiter’ durchaus anderweitig stark belastet sein. Man wird sehen, was zukünftige Statistiken zu Tage fördern… Lesezeichen hinzufügen bei: [...]



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