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Prävention für Führungskräfte !

6. Juli 2006 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Bandscheiben

Bei der Financial Times Deutschland bin ich auf folgenden Artikel gestossen:

“Schwitzen für die Firma”

Unter anderem wird an dieser Stelle auch der Leiter des werksärztlichen Dienstes von Daimler Chrysler im Werk Untertürkheim wie folgt zitiert:

Zitat:
“Es rechne sich, gezielt in die Gesunderhaltung der Spitzenkräfte zu investieren, auch in teure Einzeltrainer, sagt Ralf Franke, Leiter des werksärztlichen Dienstes bei DaimlerChrysler im Werk Untertürkheim. “Eine ganze Latte von Topmanagern hat profitiert. Bei den einen ist die Zuckerkrankheit gestoppt, andere sind weg von Medikamenten.”

Sehr geehrter Herr Franke,

darf ich im Umkehrschluß unterstellen, daß es sich für Ihr Unternehmen nicht lohnt, in die Gesunderhaltung der restlichen Belegschaft zu investieren ?
Das kann aber doch sicher nicht der Fall sein, denn schlußendlich produzieren diese Mitarbeiter doch das, was für den konstanten Gewinnzuwachs Ihres Unternehmens verantwortlich ist.
Moment – jetzt verstehe ich, was der Hintergedanke ist:
Die Führungskräfte sind die ‘stille Reserve’ sozusagen die ‘Ersatztruppen’, wenn die Mitarbeiter an den Fließbändern zerschlissen sind.
Dann müssen die nämlich an der Fließbandfront zur Montage und Produktion antreten. Respekt ! Eine sehr weitsichtige, taktische Investition.

In diesem Fall erachte ich es auch als moralisch unbedenklich, wenn weiter unten in erwähntem Artikel von folgendem Sachverhalt berichtet wird:

Zitat:
“Viele gestresste Manager treten daher selbst an uns heran und verpflichten uns”, sagt Bernhard Juchniewicz, Präsident der European Coaching Association. Diskretion sei dabei wichtig: “Wer will schon, dass die Mitarbeiter das Burnout oder eine Führungsschwäche mitkriegen?” Viele Manager rechneten den Aufwand als persönliche Fortbildungsmaßnahme mit dem Unternehmen ab. Kosten pro halbe Stunde Coaching: zwischen 50 und 100 Euro, oft auch mehr.”

Gut, daß solche Firmen hier in die Verantwortung treten und unser Gesundheitssystem entlasten.
Nein, nicht nur gut, sondern sogar existentiell notwendig, denn was durch diese gesundheitfördernden Fortbildungsmaßnahmen der Führungskräfte im Gesundheitswesen eingespart wird, kann dann für die chronischen Erkrankungen des restlichen Belegschaft verwendet werden.
Das ist für mich echte Solidarität !

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