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Prävention durch Gender Mainstreaming

6. Dezember 2006 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Medizin, Off Topic

So, das ist wieder so ein Terminus, mit dem kein Mensch was anfangen kann: “Gender Mainstreaming“.
Irgendwo ist er mir schon einmal über den Weg gelaufen , ich hätte ihn aber niemals richtig einordnen können.
Der zweiwochendienst meldet (was zum Teufel ist das wieder ? – noch nie gehört !) Beschreibung des Dienstes:

Am Anfang stand der zweiwochendienst Bildung Wissenschaft Kulturpolitik. „Zweiwochendienst“ – der Name ist Programm: alle zwei Wochen ein Dienst. Doch wichtiger als der Erscheinungsmodus war der Redaktion stets die Aktualität und Qualität der Dienste. Versprochen sind 20 Ausgaben pro Jahr mit einem Seitenumfang von 12 Seiten pro Ausgabe. Aber dieses Soll haben wir in allen Jahren weit übertroffen. Näheres siehe hier.

Dieser Dienst berichtet also, daß Gender Mainstreaming ein wertvolles Instrument bei der zielgruppenspezifischen Präventionsarbeit sei.
Vereinfacht gesagt geht es darum:
Männer trinken z. B. mehr als Frauen, rauchen häufiger und ernähren sich ungesünder. Warum also Präventionsangebote in diesen Themenfeldern hauptsächlich auf Frauen fokussieren, denn die sind diesbezüglich sowieso viel ‘vernünftiger’. Insbesondere ist es auch so, daß hauptsächlich Frauen die Präventionsangebote der Kassen nutzen. Männer werden also schlecht erreicht.

Exkurs:
Da kann ich Euch auch sagen, wieso (ich habe selbst ein paar hundert dieser Kurse abgehalten). Weil diese Kurse vielfach als Kommunikationsinstrument der Damen genutzt werden ! Sorry, meine Damen – aber wenn mir Walking-Kurse im Wald begegnen, ist dies das akustische Äquivalent zum kollektiven Zug von Wildgänsen und Kranichen gen Süden. Das hält kein normal gestrickter Mann aus.
Aber um auch den Männern eins mitzugeben: Die haben deswegen keinen Bock auf diese Kurse, weil das männliche Exemplar im mittleren Alter sowieso alles viel besser weiß, als der/die halbwüchsige Kursleiter(in) und in der Regel auch keinen Millimeter von seinem Standpunkt abweicht.
Bei Männern soll es richtig krachen und sie müssen die Gelegenheit haben, sich beweisen zu können. Am besten in Anwesenheit von ein paar (aber nicht zu vielen) Frauen, die sie gelegentlich nach Rat und Hilfe bitten. Das Angebot muß also testosteronträchtig sein, sonst läuft da nicht viel.

Aber zurück zur Sache. Präventionsangebote sollen sich also an den Bedürfnissen der Zielgruppen orientieren. Ich nenne das jetzt einfach “soziospezifisch“. Gute Idee, hätte man schon früher ‘drauf kommen können. Aber besser spät als nie !
Und man kann doch auch einfach auf deutsch sagen, was gemeint ist. “Gender Dingenskirchen” – was für ein blöder Name ! Denn wenn die Angebote alle erreichen sollen, müssen auch alle verstehen, was gemeint ist !

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