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Lesermeinung: Der Nacken – gesund und schmerzfrei

Alex hat wieder zugeschlagen und ein Buch durchgeackert.
Und weil er in seinem Blog Paul (der Pastor seiner Gemeinde, glaube ich) versprochen hat, die Wittenberg Baptisten bei Tante G. besser zu positionieren, gebe ich hiermit meine (katholische – grins!) Hilfestellung. Wenn ihr’s mit dem Link weiter nach oben schafft, sollte das aber einen Prayer wert sein ;-)

Hier Alex’ Meinung zu:
Der Nacken – gesund und schmerzfrei
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Der Nacken -ÿgesund und schmerzfrei. Mit Übungen für den Alltag

Der Nacken – gesund und schmerzfrei” ist ein relativ druckfrisches Buch von Dr. Petra Mommert-Jauch und Monika Schäfer, erschienen 2006 beim BLV Buchverlag München. Frau Mommert-Jauch ist Sport- und Gesundheitswissenschaftlerin und Dozentin an den Universitäten Konstanz und Karlsruhe. Monika Schäfer ist als Diplom-Sportlehrerin und langjährige Sporttherapeutin versiert in der Rehabilitation und betrieblichen Gesundheitsförderung.
Das Buch selbst ist untergliedert in sechs größere Unterabschnitte. Über die Klärung der Ursachen tasten sich die Autorinnen vor zu den technischen Gegebenheiten der Nackenschmerzen und zeigen dann Wege auf, diese zu vermeiden und möglichst langfristig zu umgehen.

Die Ursachenforschung am Nacken wird sehr gut erklärt. Über die Entwicklung des Menschen vom „sportlich aktiven“ Jäger und Sammler bis hin zur Alltagsgestaltung des modernen Homo sapiens sapiens werden Haltungs- und Bewegungsfehler gut aufgezeigt. Bewegungsmangel und andere physische Anlässe der Nackenteufel werden beleuchtet, ebenso aber auch psychische Gründe – wie zum Beispiel Stress.

Ins Auge fällt hier auch gleich die methodisch sinnvolle Aufbereitung des Stoffes. Gut mitgeführte Überschriften ermöglichen eine gute Orientierung im Buch, und in einer Randnotiz wird immer das wichtigste des ausführlichen Textes zusammengefasst.

Den Spagat zwischen allgemein informativer Lektüre für den geplagten Durchschnittsdeutschen und dem medizinisch-therapeutischen Fachmann aber schaffen die beiden Damen nicht immer. Ich habe als eben als Durchschnittsdepp schon so meine Probleme damit gehabt, Begriffe wie den „Schultergürtel“ oder den „Beckenring“ sofort richtig zu adaptieren und unverwundert weiterzulesen, konnte mir aber von einem Fachmann berichten lassen, dass für den anatomisch Vorbelasteten sehr gute Erklärungen verwendet werden.

Die Wege zur Schmerzfreiheit werden informativ dargestellt. Durch ökonomischen Einsatz von Ressourcen, hier also Bewegungen, kann man eben auch in seiner Firma „Körper“ maximale Rendite – eben Schmerzarmut oder vielleicht sogar Schmerzfreiheit erreichen. Deutlich schreiben die beiden über Fehlerquellen, die wahrscheinlich jeden von uns im Alltag treffen.

Durch verschiedene – im übrigen hervorragend visualisierte – Übungen werden schließlich Therapien für den Hinterhals gezeigt, die auch ich nach wenigen Lesewiederholungen problemfrei umsetzen konnte. Entlastende Haltungsvarianten für die übungsfreie Zeit runden die Wiederherstellung des Schmerz-Epizentrums ab.

Alles in allem verdeutlicht das Buch – mit kleinen, aber größtenteils schnell abstellbaren, Mankos in der Verständlichkeit für den absoluten Laien – die Wichtigkeit eines gesunden bzw. schmerzfreien Nackens. Interessante Informationen zu mitnehmen in den Alltag werden hier angeboten. Durch bewusste Körperwahrnehmung und Verhaltensänderung im Alltag können die Schmerzen gelindert oder sogar beseitigt werden. Durch effektive Therapiebeispiele wird dieses große Ziel auch beim Leser zu einem greifbaren Ziel.

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