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Laufanalyse “für die Füße”?

6. Januar 2010 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Laufanalyse, Medizin, Sportliches

Da babbel’ ich mir den Wolf, daß Läufer im Hinblick auf die richtige Schuhauswahl unbedingt eine Laufanalyse durchführen sollten, und was muß ich jetzt lesen?

Laut einer Studie der Universität von Virginia (via Ärztezeitung) sind die Belastungen auf die Gelenke der unteren Extremität (Sprunggelenk, Knie und Hüfte) beim Laufen mit Laufschuhen deutlich höher als beim Barfußlaufen.
Allerdings frage ich mich, inwieweit das Schuhmaterial einen Einfluß auf die Messung gehabt haben könnte, wenn ich folgende Passage lese (vgl. “Methods”):

All subjects ran barefoot and in the same type of stability running footwear [...]

Was heißt in diesem Zusammenhang “same type of”? Ähnliche Laufschuhe von unterschiedlichen Herstellern, die ähnliche Stützfunktionen aufweisen? Oder Laufschuhe vom exakt gleichen Typ/gleichem Hersteller/gleiches Modell?
Leider fehlt mir der Zugang zu ScienceDirect bzw. die Bereitschaft, $ 31,50 für diese Info zu investieren ;)

Kommentare:

4 Kommentare zu “Laufanalyse “für die Füße”?”
    • Su-Mu sagt:

      Barfuß joggen? Im Wald könnte man sich bestimmt noch daran gewöhnen, irgendwann hat man dann so eine richtig hässliche Pelle unter den Füßen ;-) . Passt doch heute überhaupt nicht in die schöne moderne Welt.

    • Auf Grundlage der Ergebnisse sollen ja neue Laufschuhe entwickelt werden, die dann den Umsatz der Hersteller bestimmt kräftig ankurbeln. Wo sollten ohne Schuhe auch zukünftig die ganzen GPS-, Herzfrequenz-, Schrittzähler-, Höhenmesser, Tiefenmesser- ;) , Community- usw.-Chips und Gadgets untergebracht werden?

    • Su-Mu sagt:

      natürlich in den Oberarm implantiert!

    • Nadja sagt:

      Das ist natürlich schon eine wichtige Information, ob alle in den exakt gleichen Schuhen gelaufen sind oder nicht.

      Beim gleichen Modell, vielleicht sogar noch alle Schuhe in der gleichen Breite, wird die Mehrheit automatisch mit nicht-passenden Schuhen gelaufen sein. Das heißt, dass die Füße einfach nicht natürlich abrollen konnten. Zum Beispiel weil sie im Schuh nach vorne gerutscht sind. Oder weil Leute mit breiteren Füßen dies mit einer Nummer größer ausgleichen mussten. Auch hier konnten sie nicht richtig abrollen, weil der Schuh vorne zu lang war. Die individuellen Stützfunktionen der Schuhe jetzt überhaupt nicht mit berücksichtigt.

      Aber selbst wenn es perfekt an die jeweiligen Füße angepassten Schuhe waren und das Ergebnis bedeutet, dass wir alle mit Laufschuhen unsere Gelenke stärker belaten als ohne (was ich mir auch durchaus vorstellen kann, schließlich sind unsere Füße bereits optimal auf Stoßdämpfung ausgerichtet. Nur eben nicht auf Asphalt): Was wäre die Konsequenz? Laufen ohne Schuhe? Das können wir mit unseren an Schuhe gewöhnten Füße nicht mehr. Wir bräuchten Monate, um eine einigermaßen dicke Hornhaut zu entwickeln, vor allem, weil wir die meiste Zeit doch in Schuhen (ins Büro, die Stadt oder sonstwohin) gehen würden.

      Also nehme ich das Risiko in Kauf, dass meine – nach Laufanlayse und Fußbreite – angepassten Schuhe schlechter für mich sind als wenn ich barfuß laufen würde. Denn sonst wäre die Alternative: gar nicht laufen. Und das kann es auch nicht sein.
      VG

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