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Honda’s Generationenkonzept ?

24. April 2008 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Ergonomie, Kurioses, Medizin, Produkte

Honda scheint mit ihrer/seiner Produktpalette die Bedürfnisse aller Generationen abdecken zu wollen, denn mit der Vorstellung des Walking Assist Device will der japanische Konzern offenbar neue Akzente auf dem rehabilitativ-assistiven Sektor setzen.

Fans von Honda können also vielleicht zukünftig im Alter von 16 Jahren mit dem 50er Roller in die motoristierte Welt einsteigen, mit 18 auf Kleinwagen oder Motorrad wechseln, im mittleren Alter – je nach Lebenssituation und Bedürfnis – zwischen Roadster, SUV oder Familienkutsche (oder als Ergänzung wiederum das Motorrad) wählen, den zweiten und dritten Frühling mit einer Gold Wing erleben und sich im fortgeschrittenen Rentenalter den Spaziergang im Kurpark durch das unten abgebildete Gadget erleichtern lassen ;-)

Um was handelt es sich beim Walking Assist Device ?
Honda stellt auf der Barrier Free 2008 in Osaka einen batteriebetrieben “Gehassistenten” vor, dessen Funktion auf den Erkenntnissen beruht, die während der Entwicklung des ASIMO-Roboters gewonnen wurden. Mit dem Gerät soll u.a. die Schrittlänge älterer oder (leicht) gehbehinderter Personen verlängert werden, was im günstigsten Fall zu einer Erhöhung der Gehgeschwindigkeit führen kann (die Geschwindigkeit resultiert aus Schrittlänge und Schrittfrequenz).

Walking Assist 2 HondaWalking Assist von Honda
Fotos aus der Pressemeldung von Honda und © Honda

So verwegen und futuristisch dieses Teil jetzt aussehen mag – ich kann mir ohne weiteres eines Einsatz des Geräts in der Reha (z. B. von Hüftpatienten, Oberschenkelhalsbrüchen etc. vorstellen). Anscheinend werden sowohl beide Schwung- als auch Stützphasen der Geh-(Lauf-)Bewegung unterstützt. Fragt sich nur, wie ältere Personen auf einen solchen Apparat reagieren, denn der Bewegungsumfang wird wohl über das Gerät irgendwie vorgegeben sein, womit ein nicht unerheblicher Einfluß auf das komplette Bewegungsverhalten ausgeübt und somit bestehende motorische Muster gehörig durcheinandergebracht werden.

Ich würd’s gerne mal ausprobieren, um mir eine “echte Meinung” bilden zu können.
Frage: Warum wurde eigentlich ein junger, sportlicher Mann für die Pressefotos abgelichtet ? Die Zielgruppe sieht doch anders aus, oder !?

Kommentare:

6 Kommentare zu “Honda’s Generationenkonzept ?”
    • … als so richtig easy kann ich mir das jetzt nicht vorstellen, gerade bei der Zielgruppe… Der Therapeut wird wenigstens nicht arbeitslos ;-)

    • Läßt sich eben aus der Ferne schwer beurteilen. Müßte man mal ausprobieren …

    • mhm… man muss ich ja wohl auf das Ding “einlassen” und das Ganze dann irgendwie koordinieren, ausbalancieren und was weiß ich noch… fallen bestimmt einige um dabei ;-)

      Aber wahrscheinlich wird das Teil entsprechend gesteuert…

      Vielleicht hast du ja mal die Möglichkeit zum Ausprobieren.

    • K.Topolewski sagt:

      Als schon das große schwere Gerät von Honda gesehen habe, war ich mir sicher, dass die Zukunft in diese Richtung geht. Überall dort, wo Menschen zu wenig Kraft aufbringen, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, werden solche Systeme unterstützend eingreifen. Auch bei Verschleisserscheinungen durch einseitige Belastung werden sie irgendwann mal zum Standard gehören. Diese Geräte werden wir im Arbeitsleben schneller sehen als wir uns das vorstellen.

      Diese “Hilfen” lassen sich natürlich statt auf Bewegungsunterstützung auch zur Bewegungsbremsung verwenden – ein tolles Trainigsgerät für die Zukunft.

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  1. [...] das im April vorgestellte Walking Assist Device von Honda noch vorwiegend für ältere bzw. gehbehinderte Personen konzipiert war, spielt der [...]



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