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Haare und Narben

20. Mai 2007 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Kurioses, Medizin

Eben lese ich über ein Phänomen, das mir im Laufe der letzten Jahre schon häufig begegnet ist, für das ich bisher aber keine Erklärung liefern konnte.

Bei vielen operierten Patienten ist mir während der Behandlung aufgefallen, daß sich rund um den operierten Bereich bzw. die Narbe verstärktes Haarwachstum zeigte. Bei einigen Leuten war diese Erscheinung so deutlich ausgeprägt, daß sie sich ernsthafte Gedanken machten (es zeigte sich teilweise ein richtiger kleiner Busch *g* – besonders Frauen sind in diesem Fall tief betroffen). Ich witzele dann meistens über Vollmond, Mutationen, Werwolf-Gene usw.

Nach dieser Meldung des deutschen Ärzteblatts scheint aber tatsächlich ein Zusammenhang zwischen dem Haarwachstum und der Wundheilung zu bestehen:

Die Wundheilung kann in der Haut vorhandene „schlafende“ Stammzellen veranlassen, neue Haarfollikel auszubilden. Aus den in Nature (2007; 447: 316-320) publizierten tierexperimentellen Studien könnten sich schon bald Ansätze zur Behandlung der Alopezie ergeben.

Berichte über Haare, die in der Umgebung von Wunden sprießen, wurden in der Vergangenheit ignoriert, da der definitive Nachweis einer de-novo-Follikelbildung nicht erbracht werden konnte, schreibt die Gruppe um George Cotsarelis von der Universität von Pennsylvania in Philadelphia. aerzteblatt.de

Hoffnung für Glatzenträger ? Bitte kommt jetzt nicht auf den Gedanken, Eure erweiterten Geheimratsecken mit Rasierklingen oder irgendwelchen chirurgischen Instrumenten zu traktieren.
Auch von Eigenbehandlung der Kopfhaut mit schwingschleifergestützen Abrasionstechniken ist dringend abzuraten.

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