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Gua Sha

Heute aus der Serie: “Behandlungsformen, die kein Mensch kennt”:

Gua Sha (Behandlungsform aus der traditionellen chinesischen Medizin)

Bei der Gua Sha-Methode werden bestimmte Hautpartien mit einem Schaber aus (Wasser-)Büffelhorn oder einem Keramiklöffel bearbeitet.
Dadurch kommt zu einer deutlichen lokalen Mehrdurchblutung, über die z. B. Giftstoffe aus dem Körper abgeleitet werden können (Giftstoffe sammeln sich in den behandelten Arealen und können dann über das Lymphsystem abtransportiert werden).
Manche Quellen erwähnen auch die Möglichkeit des Kupierens von Erkältungskrankheiten durch Gua Sha.
Verklebungen in Bindegewebe und Muskulatur werden gelöst und über die Hautreaktion können u.U. diagnostische Aussagen getroffen werden (Blockaden, muskuläre Probleme).
Gua Sha wird oftmals in Kombination mit dem Schröpfen angewendet, was die Therapiewirkung positiv verstärken soll.
Ausführlichere Infos u. a. bei franz-thews.de, er nennt die Behandlungsmethode übrigens Gua Sha Fa.

Zwei Videos habe ich ausgewählt, um die Behandlungsmethode zu verdeutlichen:

1. Version “sympathische Therapeutin im Wellness-Tempel”:

2. Version “nicht-zimperlicher Arzt für TCM in fensterloser Hexenküchen-Atmosphäre”:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Behandlung nicht eigenständig reproduzieren bzw. ausprobieren. Dies ist keine Therapieempfehlung und ersetzt in keinem Fall den Besuch beim Arzt

Kommentare:

2 Kommentare zu “Gua Sha”
    • Alex Weber sagt:

      Um es vorwegzunehmen: Ich bin ein begeisterter Anwender der „Gua Sha“ Behandlungstechnik.

      Im gezeigten Film wird die Bedeutung des richtigen Schab-Instruments ganz falsch dargestellt. Ein Deckel eines Konservenglases, ein metallener Kaffeelöffel, ein Porzellanlöffel, eine Münze oder sogar eine alte Plastikkarte (z.B. alte Kreditkarte) lassen sich mit genau gleich guter Wirkung verwenden. Hauptsache ist eine stumpfe Kante. Ob man sein Haar mit einem Kunststoffkamm oder einem aus Büffelhorn, Jade oder Gold kämmt, ändert nichts am Vorgang des Kämmens und an der Wirkung des Kämmens. Einen gewissen Einfluss hat hingegen die Wahl des Gleitmittels (Öl, Vaselin, etc.) und der darin enthaltenen ätherischen Öle. Je nach Zusammensetzung ist die Wirkung z.B. wärmend oder kühlend.

      Fälschlicherweise wird auch der Eindruck erweckt, dass Gua Sha praktisch schmerzfrei sei. Es ist ganz im Gegenteil so, dass im Moment des Austritts des Windes von schwachen bis starken Schmerzen entstehen können. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab (Grundempfindlichkeit der einzelnen Körperzonen, Menge und Tiefe des eingedrungenen Windes, etc.). Meistens verschwinden diese Schmerzen unmittelbar nach der Behandlung. In vielleicht einem Viertel der Fälle bleibt aber eine meist leichte Schmerzempfindlichkeit während 1 – 4 Tagen, wenn auf die behandelte Stelle gedrückt wird. Manchmal gibt es auch einen Schmerz, der von den Knochen unter der behandelten Stelle ausgeht. Diese Reaktionen verschwinden aber nach einiger Zeit von selbst.
      Patient und die behandelnde Person sollten sich über die gewünschte Stärke der Behandlung einigen.

      Für professionelle Anwender von Gua Sha ist das Buch von Arya Nielsen empfehlenswert (www.guasha.com). Das Buch ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich.

      Wenn GuaSha in Zukunft im Westen bekannter wird, werden sicher einige clevere Geschäftsleute versuchen, teure Schaber und Gleitmittel zu verkaufen.

    • Danke für die Infos, Alex.
      Ich kenne mich bei der Behandlungstechnik leider nicht aus. Es ging lediglich um eine Veranschaulichung.

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