...Werde Fan von Starker Rücken bei Facebook Bandscheiben auf Twitter


Formel gegen Bullshit ?

9. März 2008 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Bandscheiben, Off Topic

Man kann nicht auf jedem Gebiet ein Experte sein, aber (fast) jeder von uns darf sich wohl hinsichtlich einiger Themen selbst den Expertenstatus verleihen.

Nun wird es aber irgendwann zwangsläufig dazu kommen, daß wir in diversen Blogs, Foren, Groups, Social Networks etc. halbwissenden Schreihälsen begegnen, die zu jedem Thema Weisheiten verkünden – ich denke diese Situation ist allseits (auch aus dem Alltag) bekannt ;-)

Das besondere Merkmal von mitteilungsbedürftigen Halbwissenden ist aber in der Regel die Bereitschaft, den Bullshit, den sie verzapfen, bis auf’s Blut zu verteidigen. Insofern muß sich jeder Kritiker über die Konsequenzen eventueller Kommentare zu den Äußerungen des Halbwissenden bewußt sein.
Mitunter münden solche Diskussionen in einer Endloßschleife, in der der Halbwissende selbstverständlich immer das letzte Wort haben muß, da er sonst seine Position als potentiell Wissender gefährdet sieht.

Mir persönlich ist das zu anstrengend ! Das heißt, ich lese objektiven Bullshit, halte aber oft meine Klappe, obwohl ich genau weiß, welchen informativen Müll die Mitlesenden in diesem Augenblick präsentiert bekommen.
Manchmal sitze ich auch vor dem Rechner und tippe einen Kommentar, lösche ihn dann wieder (ohne Veröffentlichung), besuche die Seite Stunden später erneut, tippe wieder den Kommentar und lösche ihn ein weiteres Mal. Und das nur, weil ich weiß, daß dieser Kommentar eine Lawine von Folgekommentaren lostreten wird, die mich zeitlich stark beanspruchen werden, denn nicht selten erfordert eine Diskussion auch eine umfassende Recherche.

Wie sieht’s bei Euch aus ? Lieber Klappe halten, oder den Bullshit verzapfenden Halbwissenden mit zeitraubenden Argumentationsketten “niederkämpfen” ?

Kommentare:

7 Kommentare zu “Formel gegen Bullshit ?”
    • Eine allgemeine Formel könnte ich nicht nennen. Es hängt natürlich davon ab, wie bedeutend mir selbst das Thema ist. Je nach dem drängt es mich mehr, korrigierend einzugreifen.
      Aber auch dort gibt es Grenzen. Einige Punkte korrigieren, auf Quellen hinweisen und eventuell auch etwas länger argumentieren. Irgendwann muss man aber auch eine solche “Diskussion” verlassen, wenn der/die andere nur um seiner selbst Willen recht behalten muss. Dann kann ich nur darauf vertrauen, dass die Mitlesenden sich selbst ihr Bild machen. Denn für diese schreibe ich meistens diese(n) Kommentar(e).
      Ansonsten: Eine generelle Regel habe ich nicht.

    • Alexander sagt:

      Einfach mal die Klappe halten. In 99 % der Fälle, außer wenn es Themen sind, die wirklich Relevanz haben. Es steht ja jedem frei

      a) seine Zeit gut zu nutzen und
      b) zu entscheiden, ob man sich selbst informiert oder den Schreihälsen glaubt.

      a) ist mein Problem, b) nicht.

    • @ Robert + Alexander
      Darauf zu vertrauen, daß sich die Mitlesenden selbst ein Bild machen bzw. die freie Wahl haben, Schreihälsen zu glauben, setzt aber voraus, daß die Mitlesenden in der Lage sind, sich selbst zu informieren (ist z. B. bei manchen medizinischen Themen schwierig).
      Vorausgesetzt, sie sind nicht in der Lage, ist es um so schwieriger, die Klappe zu halten, denn zu wissen, daß jemand den Schrott mangels verfügbarer Informationen glaubt, macht das Schweigen aus Bequemlichkeit nicht leichter.

    • @Christoph. Du hast natürlich komplexere Themen als meiner einer, wo es leichter ist ein paar Fakten auf den Tisch zu legen.
      Wenn es um Kommentare in meinem eigenen Blog geht sieht die Lage natürlich etwas anders aus. Da geht es ja auch darum, dass ich meinen LeserInnen “Schrott” ersparen möchte. Hier werde ich wohl einer ev. längeren Diskussion nicht ausweichen.
      Aber was tun? Ich kann versuchen, gute Quellen zu zitieren etc. und so auf die Sachlichkeit und Fachlichkeit meiner Argumentation hinzuweisen.
      Was die letzte Konsequenz ist, kann ich selbst nicht sagen. Mir blieb ein solcher Diskurs in meinem Blog bisher erspart.

    • Thorsten sagt:

      Wenn es die knappe Zeit erlaubt auch über einen einzelnen Kommentar hinaus berichtigend einzugreifen und die Chance auf ein positives Outcome besteht, dann bin ich bereit.
      Aber nur unter diesen nicht wenigen Einschränkungen.

    • @Robert
      Es handelte sich nicht um mein Blog. Eigentlicher Auslöser für den Beitrag waren Fragen und entsprechende Antworten in einer Community. Aber unabhängig vom gesundheitlichen Hintergrund:
      Hat’s Dich nicht auch schon einmal auf “fremden Seiten” in den Fingern gejuckt, und Du hast’s dann einfach sein lassen ;-) ?
      @Thorsten
      Nur auf Deinem Blog oder auch auf “fremden” Seiten ?

    • @Christoph
      Es hat :-) Eben, man kann nicht überall mitdiskutieren, Infos geben etc. Auch mein “Schreibradius bzw. -volumen” ist begrenzt.

Hier kannst Du kommentieren:

Teil mir Deine Meinung zu diesem Artikel mit:

Vielleicht von Interesse für Dich: