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eSport, Wii Fit und Hightech im Sport

28. April 2008 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Produkte, Sportliches, Videos

Dank eines Hinweises von Thorsten konnte ich mir am Wochenende eine interessante Sendung auf 3sat zu Gemüte führen (kompletter Beitrag a.a.O. als Video verfügbar – rechte Navi -> Mediathek), die u.a. einen Einblick in die eSport-Szene und Einsatzgebiete der Telemetrie im Leistungssport vermittelte. Außerdem warf die Deutsche Sporthochschule Köln einen genaueren Blick auf die “Qualitäten” der Wii Fit im Rahmen eines individuellen Home-Trainings.

Hinsichtlich der Beantwortung der Frage “Handelt es sich bei eSport eigentlich um Sport im engeren Sinne?” wurden bei zwei international erfolgreichen, deutschen eSportlern (Daniel und Dennis Schellhase) während eines Spiels einige physiologische Parameter abgenommen, um die körperliche Belastung/Beanspruchung während einer Spielsession zu objektivieren. Die erfaßten Daten legen die Vermutung nahe, daß es sich zumindest hinsichtlich dieser Meßgrößen bei eSport nicht um Sport im engeren Sinne handelt.

Um Argumentationen in Richtung “Schach” o.ä. vorzubeugen, weise ich aber gerne darauf hin, daß Spitzen-eSportler aus meiner Sicht auch über ein hohes Niveau an körperlicher Fitness verfügen müssen, um sich langfristig in vorderen Positionen von Ranglisten/Turnieren etablieren zu können. Mit Sicherheit wirkt sich ein guter allgemeiner Trainingszustand auch positiv auf die Erfüllung des Anforderungsprofils im eSport aus. Ich würde allerdings nicht so weit gehen, hierbei tatsächlich von Hochleistungssport zu sprechen.

Ganz abgefahren aus meiner Sicht: die Datenerfassungen von Jugendspielern beim PSV Eindhoven (System von INMOTIO).
Per Transponder werden Positions- und Pulsdaten der Spieler an einen Rechner übermittelt, der nach einer Trainingseinheit die unterschiedlichsten Daten über die Spieler ausgibt. Auf diese Weise sind bei Mannschaftssportarten auch Einzelleistungen viel individueller und objektiver meßbar zu machen, als eine normale Spielbeobachtung mit subjektiv Einflußmöglichkeiten es erlauben würde.

Weiterhin im Blickpunkt: Mobota (URL: http://www.fit.fraunhofer.de/projects/kooperationssysteme/mobota.html) – Mobile Outdoor Training Assistant vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, auf den ich im vergangenen Jahr schon kurz hingewiesen hatte.

Aber was soll ich alles vorweg nehmen, schaut Euch die Sendung lieber selbst an ;-)

Kommentare:

4 Kommentare zu “eSport, Wii Fit und Hightech im Sport”
    • Doro sagt:

      Also ich bin ja auch der Meinung, dass man Wii und andere eSports keineswegs mit dem “echten” Sport vergleichen kann. Aber dennoch finde ich beispielsweise, dass Wii Fit ein guter Schritt in die richtige Richtung ist, und man nicht mehr nur teilnahmslos vor dem Bildschirm sitzt.

    • Josi sagt:

      Gibt das Wii-Fit eigentlich eine Gewichtsbegrenzung vor? Ich denke nämlich, gerade für Übergewichtige ist das vielleicht ein guter Start in den Sport.

    • ORIGINALFAKE. sagt:

      Wii Fit bzw Wii generell ist KEIN eSport!!! Genauso Wenig wie online-Schach/Poker KEIN eSport isT!!!

      Wii Fit ist (primitiver) physischer Sport!!!

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  1. [...] verweist auf seinem Bandscheiben-Blog auf einen 3Sat-Bericht, bei dem es um die Frage geht, ob esport nun Hochleistungssport ist oder [...]



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