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Ergonomie in der Küche

3. März 2007 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Bandscheiben, Ergonomie, Rückenschmerzen

Schon mal daran gedacht ? ergonomie küche
Besonderen ‘Spaß’ macht das Kochen bei einer zu niedrigen Arbeitsplatte. Spätestens nach einer Stunde braucht Ihr einen Kran, der Euch wieder aufrichtet.
Schön ist es auch, wenn ein Hängeschrank über der (zu niedrigen) Spüle befestigt ist. Dann kann gleich der Voltaren-Tropf in die Abzugshaube integriert werden (neues Gadget ?). Ich berichte aus eigener Erfahrung, wobei ich keinen Einfluß auf diese Küchenplanung hatte.
‘Niedrige’ Spülmaschine, ‘tiefer’ Backofen, die Töpfe weit hinten in den unteren Schränken ? Zählt doch einfach beim nächsten Koch-Event mal mit, wie oft Ihr euch verrenken und bücken müßt, um ein schönes Essen auf den Tisch zu zaubern und danach die Spuren der Schlacht zu beseitigen.

Tipps bzgl. der richtigen Höhe der Arbeitsfläche sind z. B. bei kochatelier.de und Miele zu finden. Beide Seiten beziehen sich bei Ihren Angaben auf die “Ergonomiestudie zur körpergerechten individuellen Planung von Einbauküchen” (1991), die von der AMK in Auftrag gegeben wurde. Leider kann ich die Studie nirgendwo auftreiben.
Egal, zu den Höhenangaben:
Ich bin 183 cm groß und sollte somit an einer 105 cm hohen Arbeitsplatte die Kartoffeln schälen und das Gemüse schneiden. Leider ist unsere Arbeitsplatte nur 86 cm hoch. Fast 20 cm unter der Ergonomie-Empfehlung – Kochplatten und Spüle ebenso.
Meßt doch selbst mal nach ! Wie sieht’s bei Euch aus ?
Bevor jetzt das Argument kommt “Ich bin 1,90 m und meine Frau nur 1,65 m” – dafür habe ich auch keine Lösung. Mittelweg ? Blöd, dann haben beide Beschwerden nach dem Kochen. Nur auf eine Körpergröße anpassen, wie die Berliner Zeitung meint ?

Ein Tip: Man sollte sich bei der Arbeitshöhe nach der Körpergröße der Person richten, die die meiste Zeit in der Küche arbeitet.

Wäre dann ein gute Möglichkeit für den anderen Partner, sich permanent vor der Küchenarbeit zu drücken, also auch keine wirklich befriedigende Lösung. Außerdem gibt es wohl nur noch selten die traditionelle Rollenverteilung, bei der sich nur ein Partner(in) in der Küche austobt. Schwierig !

Also, wenn die Küche schon steht, ist es sowieso vorbei. Aber vor bzw. bei der nächsten Kücheninvestition sollte sich jeder auch bezüglich dieser Gesichtspunkte eingehend beraten lassen, denn wahrscheinlich ist an der jeweiligen Situation dann für viele Jahre nichts mehr zu ändern, wenn erst alles eingebaut wurde.

Weitere Links zum Thema:

Bild: bärle – aboutpixel.de

Kommentare:

9 Kommentare zu “Ergonomie in der Küche”
    • Thorsten sagt:

      Wir haben erst vor ein paar Tagen unsere neue Küche eingeweiht. Kochplattenbereich normal, der Rest in der Höhe angepaßt. Alle Fächer mit Auszügen, kein In-den-Schrank-kriechen mehr. Das sind so ganz kleine Änderungen, die spürbar Erleichterung verschaffen.
      Und es hat uns kein Vermögen gekostet…

    • Klar, geht auch mit kleinen Mitteln.
      Aber Du hast bestimmt auch besonders auf diese (Ergo-)Kriterien geachtet (weil vorbelastet). Oftmals wird aber der Optik und den räumlichen Gegebenheiten Vorzug gegenüber Ergonomie und Praktikabilität gegeben.
      Und wenn’s dann auch noch entsprechend teuer war – um so ärgerlicher.

    • Btw: wie ist das neue Zuhause ? Mr. Crabs scheint’s ja gut überstanden zu haben ;-)

    • Boje sagt:

      soooooooo schöööön :-)
      (von den vielen Kartons mal abgesehen)

    • DayLight sagt:

      Danke für deine hilfreichen Links.
      Bin 202cm groß, meine Arbeitsplatte der EBK ist auf 87cm.
      Meine Freundin ist 175cm, und selbst die will unbedingt “höher” kochen. Abspülen ist eine Qual. Ziehe nun bald um, geplant ist diverse Küchenmöbel einfach auf Podeste zu stellen…

    • “Ein Tip: Man sollte sich bei der Arbeitshöhe nach der Körpergröße der Person richten, die die meiste Zeit in der Küche arbeitet.”

      Ist beispielsweise der Hauptnutzer kleiner als der Nebennutzer, oder die Arbeitshöhe nicht nicht hoch genug, so kann auch mit einem hohen Schneidbrett (zumindest teilweise) Abhilfe geschaffen werden. Solch hohe Schneidbretter gibt es vorwiegend auch Massivholz, aber auch Designerstücke wie die “Schneidbox” (oder so ähnlich..) können verwendet werden.

      Neben der angesprochenen Tabelle gibt es auch die Empfehlung, die Höhe der Arbeitsfläche 15cm unterhalb des angewinkelten Unterarms des Hauptnutzers zu planen. Eine Quelle habe ich aber leider nicht parat.

    • marek sagt:

      Geht zum Tischler und alss es nachmessen und passt die Arbeitshöhe an.
      Das macht das leben dannach in der Küche soviel leichter.

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