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Einlagen bei Metatarsalgie

7. Januar 2012 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Medizin, Sportliches, Wiesbaden

Braucht man Einlagen? Lohnen sich Einlagen? Wann lohnen sie sich? Für wen und bei was lohnen sie sich? Oder handelt es ich hierbei um ein orthopädisches Hilfsmittel, das sich nur als Einnahmequelle für das ortsansässige Sanitätshaus lohnt?

Einlagen von inSoul

Noch vor wenigen Wochen hätte ich bei diesen Fragen abgewunken, denn in puncto Einlagen kann ich wirklich nicht mit Fachwissen um mich werfen. Klar, die mechanischen Grundlagen bzgl. Druckverteilung, Entlastung etc. mögen nachvollziehbar sein, aber in Erinnerung an die schmerzenden, klobigen, unbequemen Exemplare, die mir vor ca. 20 Jahren einmal von einem Orthopädietechniker überreicht wurden, konnte ich mir nicht vorstellen, noch einmal die Standard-Innensohle in meinen Schuhen gegen eine orthopädische Einlage zu tauschen.

Nun stellte sich aber vor einigen Wochen ein dauerhafter Schmerz im Bereich meines zweiten und dritten Zehengrundgelenks ein, der ein normales Abrollen beim Gehen unmöglich machte. Hocken funktionierte nicht, Zehenspitzenstand? no way!, Treppen? äußerst schmerzhaft!, bergauf gehen? am besten rückwärts! Metatarsalgie.
Also erst einmal Eis und die lieben NSAR, wie bei der ebenfalls äußerst unangenehmen Plantarfasziitis. Leider keine Besserung.
Dann ab unter den Bildwandler und eine ordentliche, entzündungshemmende Dosis in die beiden Zehengrundgelenke. Schmerz für einen Tag weg, dann in gleicher Intensität wieder da.

Der Orthopäde meines Vertrauens erwähnte beim Spritzen noch eine Versorgung mit Einlagen, die dringend nötig sei. Ok, aufgrund des wirklich, wirklich, w i r k l i c h elenden Zustands, der sich im Laufe der Zeit immer weiter verelendete, folgte der Gang zum Wiesbadener Institut für Bewegungsanalyse bzw. im Center of Motion, in dem ich ein paar Einlagen verpasst bekam. Zwar “nur” über eine “normale” Blaupause (ich dachte eher eine dynamische Analyse der Druckverteilungen), aber gut. Nach relativ kurzer Zeit waren die inSoul Exemplare von docPrice fertig. Sie sind ziemlich dünn, eigentlich fast so dünn, wie die normale Einlegesohle des Schuhs.
Erster Eindruck nach dem Einlegen in den Schuh – eigentlich gar keiner. Kein lokaler Druck, keine Kompression des Fusses nur ein etwas “festeres” Gefühl beim Gehen. Und die sollten was bringen? Nun ja, da sich der Schmerz nicht verstärkte, ließ ich sie einfach drin und in den ersten zwei Tagen tat sich nicht viel. Am dritten Tag war eine deutlich bessere Abrollbewegung möglich, nach ca. einer Woche konnte ich wieder in die Hocke gehen, nach zwei Wochen war der Schmerz komplett verschwunden.

Also – die Einlagen haben sich gelohnt :)
Und ich kann jedem Leidensgenossen empfehlen, zumindest einen Testlauf mit den neuen Materialien der Orthopädietechnik zu starten. Der Unterschied zu den alten Modellen ist aus meiner Sicht gewaltig.

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