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Eine Frage der Moral ?

25. Oktober 2007 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Blogging

Wenn ich eine Webseite betrachte, kann ich mittlerweile recht gut und schnell einschätzen, zu welchen Themen (Keys) sie im Hinblick auf die Suchmaschinen ausgerichtet ist.

Falls sich die Seite in thematischer Nachbarschaft zu mir bewegt, versuche ich oftmals über entsprechende Formulierung und entsprechende Verlinkung keinen Raubzug bezüglich der Keywords zu veranstalten, d.h. ich bin bemüht, im gleichen Kontext zu ranken, aber die Ausrichtung nicht genau auf das jeweilige Keyword(-kombination) der entsprechenden Seite zu pushen.

“Oftmals” meint in diesem Fall, daß bei mir hinsichtlich einiger globaler Keys der “faire Wettkampfgedanke” die Maßnahmen bestimmt (meistens reicht’s ohnehin nicht für die Top 10), während bei Kombinationen von Suchbegriffen oder bei thematisch sehr eingegrenzten Schwerpunkten (sofern es sich um eine informative und seriöse Seite handelt) das Prinzip “Leben und leben lassen” im Vordergrund steht. Ich denke, Ihr wißt, was ich meine.
So wie ich das sehe, wird dieser “moralische Kodex” auch von einem Großteil der Blogosphäre akzeptiert und praktiziert.

Manch einem Webmaster scheint dieser Kodex jedoch scheißegal zu sein. Es wird auf Teufel komm’ raus in den Ideen und Themen anderer Seiten gewildert und dies konsequent zu eigenen Zwecken (gewerblich) ausgenutzt.

Jetzt nur mal rein hypothetisch ;-) :
Wie würdet Ihr reagieren, wenn Ihr feststellt, daß sich jemand mit großem Enthusiamus in “Euren” Keywords (und Ideen) wildert, um noch ein paar zusätzliche Besucher auf seine Seite zu ziehen ?

That’s life ? “Eigene Keywords” gibt’s nicht – jeder muß sehen, wo er bleibt ?
oder:
Asoziales Verhalten ? Das Imperium schlägt zurück ?
oder:
Irgendwas anderes ?

Petzen (bei Google) ist übrigens trotz verwegener Linkpraxis des hypothetischen Wilderers keine Option – zumindest nicht für mich.

Kommentare:

4 Kommentare zu “Eine Frage der Moral ?”
    • Klaus-Peter sagt:

      Was Du unter “Leben und leben lassen” verstehst, müsstest Du doch noch erläutern.
      Insgesamt finde ich das Thema “moralische Einstellung” beim Bloggen schon wichtig, neulich hatte ich einen Artikel zu “ethische Suchmaschinenoptimierung”; gestern habe ich das Thema auch bei Wikipedia gefunden.
      Ab und zu erstelle ich mal einen Artikel, bei dem ich versuche, ein bestimmtes Wort, oder eine Kombination nach vorne zu bringen.

      Die oberste Frage ist dabei doch: Warum mache ich das?

      Meistens soll doch etwas verkauft werden. Mir geht es darum, verquere Ideen, die nicht funktionieren, zu hinterfragen. Beispiel: Die “Kohlsuppen-Diät”.
      Da gibt es nicht viel zu wildern, was die Keywords betrifft. Mit der Keyword-Dichte liege ich diesmal wohl etwas daneben, was solls.

      Bei anderen Beiträgen finde ich es wieder richtig total schade, wenn sie erst auf Seite 49 auftauchen.

      Ansonsten: Im Web wird viel zitiert, Ideen werden übernommen, auch ohne Quellenangabe…

    • “Leben und leben lassen” meint, daß ich kein Problem damit habe, z. B. auch Deine Meinung zur Kohlsuppen Diät mit einem Link zu supporten, wenn ich plötzlich Appetit auf Kohlsuppe habe. Ich linke auch gerne auf Dich, wenn Du etwas zu dem Thema “Übergewicht und Rückenschmerzen” schreibst (abstrakte Beispiele, aber ich hoffe Du verstehst, was ich meine).

      Warum soll ich nicht gute Ideen von anderen Bloggern, Webmastern etc. unterstützen, wenn ich sehe “Das ist sein Thema, er hat sich richtig reingehängt und damit auseinandergesetzt, schafft’s aber ohne ein paar Links mit dem Keyword nicht auf die erste Seite (zumindest nicht in absehbarer Zeit). Mir geht dabei nichts ab, will heißen: der Link schadet mir auf keinen Fall, bringt den anderen aber uU ein Stück nach vorne.

      Wenn ich aber sehe, daß jemand grundsätzlich nur auf Abstauber-Tour ist und mit Sinnlos-Kommentaren die eigene Linkpop pushen möchte, bekommt er eben ein nofollow oder der Link wird abgeändert.

      Zur Frage “Warum mache ich das”:
      Ich versuche, jedes Keyword gut zu platzieren, denn auch ohne daß ich etwas verkaufe, bin ich natürlich daran interessiert, daß möglichst viele Leute lesen, was ich schreibe. Wenn man durch insgesamt wenig aufwändige Maßnahmen die Leserzahl durch bessere Platzierungen erhöhen kann, wäre es vollkommene Ignoranz, es nicht zu tun. Ob sich aus Zufallslesern Stammleser entwickeln, ist sicher eine andere Frage, aber je höher die Anzahl der Zufallsleser, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß jemand beim Blog “hängen bleibt”.

      Mir ist durchaus bewußt, daß vielerorts einfach übernommen und kopiert wird, die Frage ist nur, wie reagierst Du, wenn Du nachvollziehen kannst, daß es jemand jemand tut. Hier handelt es nicht um plumpen Contenklau, sondern um kopieren von “Strategien”, die man nur mitbekommt, wenn man sehr genau bei mir mitliest. Das ist in keinster Weise illegal, ich schau’ mir auch ganz viele Sachen bei anderen ab – bedanke mich aber immer entweder persönlich oder in Form eines Links.
      Und wenn es sich um thematische Nachbarschaft handelt, frage ich oftmals sogar nach, ob es dem Betreffenden recht ist, wenn ich einen Backlink über einen Kommentar setze. Und so gehört sich das auch aus meiner Sicht.

    • Nora sagt:

      Hi Christoph,

      wenn ich was sehr Interessantes in einem anderen Blog entdecke, was ich auch in meinen schreiben möchte, dann finde ich es selbstverständlich, darauf hinzuweisen, wo ich es her habe und setze ein Link dorthin.
      Wenn manche Blogger das nicht tun, ist das schade, aber andererseits: Du verlierst doch auch nichts dadurch, dass jemand bei Dir ein Thema aufgreift, oder? Wenn es allerdings Deine ganz eigene Idee ist, die als eine andere verkauft wird, dann versteh ich schon den Unmut.
      Abgesehn davon finde ich es teilweise wirklich langweilig und öde, wenn ich immer wieder die selben Themen in jedem Blog, den ich aufrufe, lese (wie z.B. die linksdrehende Frau gerade überall auftaucht). Ich könnte sicherlich wesentlich mehr Artikel schreiben, eben überall abgekupfert, aber das nenn ich “Internet zumüllen”.

      LG Nora

    • In dem Fall geht es eher um eine Art “Konzept”, ein bestimmtes Thema (auch hinsichtlich der Verlinkung) aufzubauen und dieses Thema in einer Gesamtheit zu präsentieren.
      Google hat aber bei dem letzten Update etwas für ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt ;-)
      In diesem speziellen Fall handelte es sich übrigens nicht um einen Blogger.
      Mit dem Abkupfern ist es auch so eine Sache (nicht unbedingt im Falle der erwähnten Frau). Manchmal sieht es nur nach schlichtem Kopieren aus, dient aber in Wirklichkeit nur zum Pushen von Keywords. Oftmals unaufgefordert, gelegentlich aber auch in Form einer indirekten Einladung, den Beitrag zu pingen und damit für einen Backlink zu sorgen(z. B. wenn ich einen guten Kontakt zu dem jeweiligen Blogger habe).
      Oftmals ist alles etwas komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint ;-)

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