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Eine Arzt Homepage für kleines Geld

28. Juli 2008 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Bandscheiben

…zahlt sich in den seltensten Fällen aus, denn kürzlich war im Deutschen Ärzteblatt zu lesen, daß eine Vielzahl von Arzt-Homepages erhebliche Defizite im Hinblick auf inhaltliche Gestaltung aufweisen und dementsprechend Gefahr laufen, eine deftige Abmahnung (z. B. für ein fehlerhaftes Impressum) zu kassieren.

Was der Artikel des Ärzteblattes in diesem Zusammenhang nicht offenlegte, waren die durchschnittlichen Kosten, die die befragten Ärzte in die Erstellung der Praxis-Homepage investierten.

Ein Blick in den aktuellen Stiftungsbrief [03/2008 - PDF] der Stiftung Gesundheit (auf die Zahlen dieses Auszugs der bis dato noch unveröffentlichten Studie “Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2008″ bezieht sich der Artikel im Ärzteblatt) schafft Klarheit, denn bei 58% der für diese Studie befragten Praxen mußten weniger als € 500,- genügen, um die Arzt-Homepage aus dem digitalen Boden zu stampfen.

Es verwundert nach diesen Zahlen also nur wenig, daß viele Webseiten von Ärzten nicht den (auch gesetzlichen) Mindestanforderungen genügen, denn bei diesem “Investitionsvolumen” kann und darf aus meiner Sicht keine besondere Qualität erwartet werden – weder beim Webdesign noch beim potentiellen Arzt SEO.

Es lohnt sich, bereits zu Beginn der Planungsphase des Internetauftritts entweder einen Kollegen zu kontaktieren, der z. B. bereits eine gut strukturierte Zahnarzt Homepage betreibt und dementsprechend vielleicht gute Tipps geben kann (siehe hiezu verlinkter Artikel), oder insbesondere nach qualifizierten Marketing/Webdesign/SEO-Beratern/Agenturen Ausschau zu halten, die eine realistische Einschätzung der Kosten für eine Webseite abgeben können und in der Lage sind, die Webseite professionell zu konzeptionieren und zu gestalten.
Am Ende freut sich dann der Arzt über eine Webseite, die den geforderten Richtlinien entspricht, der Patient über Informationen, die er auch findet, wenn er sie sucht und der Ästhet über gelungenes Webdesign.

Wenn dann noch die Behandlung gut und erfolgreich ist, dürften alle Parteien zufrieden sein ;-)

Kommentare:

8 Kommentare zu “Eine Arzt Homepage für kleines Geld”
    • Wie kann man denn von dem Preis auf die Qualität schließen? Nur weil man 4000€ für eine “Arzthomepage” bezahlt, weiß man noch lange nicht, welche Qualität die Seite hat. Ich kann leider nur über die Programmierung der Internetseite und alles was damit zusammenhängt (SEO, Barrierefreiheit…) reden und habe die Erfahrung gemacht, dass die Preise meist viel zu hoch bei zu schlechter Qualität sind. Da der Kunde meist nur sehr wenig Ahnung von der Erstellung einer Internetseite hat, denken mittlerweile viele Firmen sie könnten den Kunden bis zum letzten Cent ausnehmen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass es Angebote gibt, welche für die Betreuung einer fertigen Internetseite 120€ im Monat berechnen. Die Bereitstellung verbraucht davon vielleicht 50€, bleiben noch 70€ für die maximal 10 Minuten Arbeit, die im Monat anfallen.
      Leider gibt es wohl kaum ein Patentrezept eine faire und fähige Agentur zu finden, meist kann der Kunde selbst bei einer fertigen Seite nicht einschätzen, welche Qualität diese hat.

    • Man kann nicht immer vom Preis auf die Qualität schließen ;) , aber eine Seite, die – bei objektiv guter Qualität – individuell geplant und erstellt wurde hat eben ihren Preis.

      Hinsichtlich der Betreuung kommt es ebenfalls darauf an, was darunter zu verstehen ist. Wenn der Anbieter z. B. deutschlandweit (s)eine bestimmte Behandlungstechnik, Operation auffindbar machen möchte, muß er sich uU eben auch gut für einen ausgewählten Suchbegriff positionieren.
      Das kann durchaus einen regelmäßigen, monatlichen Betreuungsaufwand rechtfertigen – abhängig davon, um welchen Suchbegriff es sich handelt.
      Insbesondere bei Arzthomepages ist aber diesbezüglich aufgrund des Werbeverbots ein sensibleres Vorgehen als bei anderen Seiten angezeigt. Onpage-Keyword-Gepushe und lauthalses Anpreisen von Behandlungsmethoden läuft nicht, Linknetzwerke sind ebenfalls ausgeschlossen usw.

      Die Fähigkeit zur objektiven Einschätzung des Endprodukts fehlt tatsächlich in den meisten Fällen, aber irgendwann (vielleicht schon bei einer eventuellen Abmahnung) stellt der Auftraggeber fest, das er nicht optimal “versorgt” wurde.

      Schlußendlich will der Auftraggeber mit der Seite irgendetwas erreichen. Es muß also Zielvorgaben geben. Handelt es sich dabei nur um das Ziel “schöne” Seite, o.k. Eine gute Agentur wird aber zumindest darauf hinweisen, das auch andere Ziele vorstellbar sind und zeigt auf, mit welchen Mitteln sie erreicht werden können.

    • Hallo Christoph!

      Ich finde da unterschätzt Du die Ärzte ein wenig.
      Der Trend geht klar zur “Zweitpage” für den internationalen Patientenstamm. Leider taugen die WordPress Übersetzungsplugins für unser “Fachchinesich” relativ wenig.

      Viele Grüße

      Michael

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  4. [...] ist der “gute Arzt”. Es ist richtig, daß das Marketing über die Arzt-Homepage für den Erstkontakt immer mehr Bedeutung gewinnt, aber wenn der Arzt nicht hält, was die [...]

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