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Das “erster Stock-Syndrom”

26. Februar 2008 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Bandscheiben, Kurioses, Sportliches

Fast jeden Tag darf ich beobachten, wie offensichtlich nicht fußkranke Personen einen Aufzug dazu verwenden, in den ersten Stock in eines Gebäudes befördert zu werden. Die Alternative stellen 19 Treppenstufen dar, also eine durchaus zu bewältigende konditionelle Herausforderung.

Auch wenn es oftmals einige Zeit in Anspruch nimmt, bis das per Knopf angeforderte Transportmittel das Erdgeschoss erreicht hat, wird lieber die anfallende Wartezeit in Kauf genommen, als in – großzügig geschätzten 15 Sekunden – per pedes den Gipfel zu erklimmen.

Und damit nicht genug, denn auch talabwärts übt das Hilfsmittel eine ungeheure Anziehungskraft aus, obwohl auch die nicht mit dem Terrain vertrauten Besucher spätestens bei Ihrer Ankunft und der erstmaligen Verwendung bemerkt haben sollten, daß die Fahrt bereits im ersten Stock beendet ist.

Was macht den Transport per Aufzug in den ersten Stock so ungeheuer attraktiv? Darf hinter dem Phänomen tatsächlich maximale körperliche Trägheit vermutet werden, oder handelt es sich nur um einen unkontrollierbaren Mechanismus im Angesicht eines Knopfes, auf den gedrückt werden kann ?
Für mich bleibt es ein Rätsel…

Kommentare:

9 Kommentare zu “Das “erster Stock-Syndrom””
    • Knolle sagt:

      Haben diese Leute einen Hund dabei? Hunde sollen nach Möglichkeit so wenig Treppen wie möglich laufen.

    • Knolle sagt:

      Hä? Versteh ich jetzt ‘was nicht oder Du?

    • Ich frag’ mich nur, wie Du gerade auf Hunde kommst.
      Ok, für einen Hundehalter nicht von der Hand zu weisen, aber nein, die Leute haben keinen Hund im Schlepptau (oder umgekehrt) ;-)

    • Knolle sagt:

      Naja, weil ich selbst einen Hund habe und eben genau aus diesem Grund auch in den ersten Stock fahre, wenn ich ihn dabei habe. So lässt sich das zumindest manchmal erklären. Sonst laufe ich aber, Ehrenwort.

    • Martina :-) sagt:

      Mit einer ordentlichen Klaustrophobie würden alle die Treppe nehmen ;-)
      Spaß beiseite…
      Meiner Meinung nach hat das was mit dem “modernen Mensch” zu tun. Oder anders gesagt, diese Technologie gab es früher nicht – heute gehört das zum modernen Leben. Sport? Das passiert heute wo anders, wo man gesehen wird, was “in” ist. Das wäre ja genauso, als würde man wichtige Telefonate am Festnetz führen ;-)
      Vergleichbar sind auch die Zubringer Rollbänder am Flughafen – der eine nutzt sie als Bummelbahn und bewegt sich keinen Schritt, der andere ist froh, dass er für die lange Umsteigedistanz etwas Unterstützung beim Laufen hat. Aber das kennst Du bestimmt ;-) Dieses Erlebnis hatten wir alle schon einmal “Tschuldigung – dürfte ich mal vorbei…”

    • Ja stimmt, Martina – jetzt, wo Du’s ansprichst…
      Das mit den Rollbändern am Flughafen ist mir auch schon wie oft aufgefallen. “Gesunde” Leute ohne Gepäck werden transportiert, obwohl man sich beim Gehen genauso gut unterhalten kann. Hab’ ich auch nie verstanden. Vielleicht mach’ ich mit den Aufzügen mal einen kleinen Videocast inkl. Befragung der “Faulenzer”. Stoff für’s Sommerloch… ;-)

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Das sagen andere Blogs zu diesem Artikel:
  1. [...] Ihr schon einmal in Erwägung gezogen, daß jede Treppenstufe Beine und Po trainiert (das erster Stock Syndrom ist verbreiteter, als man denkt *g*) ? Jede Steigung, die Ihr per pedes bewältigt, trägt [...]



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