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D-Run: Laufen mit und gegen Diabetes

19. April 2009 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Internet, Sportliches, Videos

Vor einigen Wochen startete mit D-Run ein Projekt, bei dem 10 Diabetiker auf die Teilnahme am Halbmarathon beim Gutenberg Marathon Mainz vorbereitet werden. Das Ganze läuft eigentlich unter dem Motto Diabetiker Doku-Soap, aber nachdem wir in den letzten Jahren von allen Seiten im TV eingeseift wurden, greife ich lieber in die klassische Schublade, um die Aktion zu beschreiben.
Auch wenn sich Frank bereits ausführlich zu dem Projekt geäußert hat, kann es nie schaden, mehrere Meinungen zu einer grundsätzlich guten Idee zu lesen.

Der Ansatz von D-Run ist richtig – Sport ist ein wichtiger Bestandteil der Selbsthilfe bei Diabetes. Und je mehr Betroffene über die unterschiedlichsten Kanäle erreicht werden, desto höher wird im günstigsten Fall der Anteil derer, die nachhaltig bzw. dauerhaft Maßnahmen zur Selbsthilfe ergreifen. Dafür muß man sich aber mit den Teilnehmern besser identifizieren können. Mir ist die Seite zu videolastig und wünschte mir viel mehr Persönlichkeit in Form individueller Erfahrungsberichte “auf dem Weg nach Mainz”.
Ich will lesen, wie’s den Leuten dabei geht, welche (kleinen) Erfolge sich zeigen, wo Probleme auftreten usw. Ein paar Videos zu Auflockerung sind dabei o.k., aber gerade Doku-Soaps tragen mit dazu bei, die inaktive Verweildauer vor dem Endgerät zu erhöhen, warum dann das Verhalten über viele Videoclips noch verstärken? Wenn schon, dann wenigstens Videos, die problemlos auf mobilen Endgeräten betrachtet werden können, dann kann man sich wenigstens (theoretisch) während der Doku bewegen ;-)

Zudem bin ich von der “Sichbarkeit” des Projekts im Verbreitungskanal Internet etwas irritiert. Es ist doch so einfach, ein bloggende/twitternde Multiplikatoren zu finden, die aus Mainz oder Umgebung kommen oder sich mit Gesundheit, Fitness, Sport, Medizin oder Ernährung beschäftigen und diese kurz per Mail, Twitter, Skype etc. auf das Projekt aufmerksam zu machen!? Ein paar Spotlights durch kräftige Scheinwerfer könnten auf jeden Fall die Schatten noch etwas besser ausleuchten ;)

Aber genug gemeckert, es gibt durchaus positive Punkte:

  • Harald Schmid ist aus meiner Sicht genau die richtige Besetzung als Trainer und Motivator. Lichtgestalt der Leichtathletik, qualifiziert und mit hohem Sympathie-Faktor.
  • Die Videos haben noch einen gewissen barrierereduzierenden User-Style, nicht zu professionell und mit netter persönlich-privater Note.
  • Die wissenschaftliche Begleitung ist vorhanden, ohne das der erhobene medizinische Zeigefinger als mahnender Koloss die positive Grundstimmung plättet.
  • Die Teilnehmer haben offensichtlich – und das muß auf jeden Fall ‘rüberkommen – Spaß an der Sache und Erfolgserlebnisse.
  • … und wenn die Erfolge im hinsichtlich des Diabetes noch schön präsentiert werden und der Halbmarathon erst bewältigt ist,
  • … steht einer Fortsetzung der Aktion mit hoffentlich vielen Teilnehmern eigentlich nichts im Wege.

Den Teilnehmern von D-Run wünsche ich auf jeden Fall viel Erfolg für den Halbmarathon und positive Auswirkungen der körperlichen Aktivität auf den Diabetes.

Kommentare:

2 Kommentare zu “D-Run: Laufen mit und gegen Diabetes”
    • Frank Hamm sagt:

      Hallo Christoph,

      ich finde die Aktion gut, aber mit zuwenig Aufmerksamkeit und Interaktivität im Netz. Eigene Erfahrungsberichte als “News” (d.h. ein Gruppenblog) wären eine gute Idee und wahrscheinlich zunächst besser, als auf das Forum zu setzen.

      Viele Grüße nach Wiesbaden

      Frank

    • Sehe ich genauso, Gruppenblog wäre die richtige Maßnahme.
      Gruß nach Schwabenheim.

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