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Craniomandibuläre Dysfunktion nach Schleudertrauma ?

19. August 2007 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Bandscheiben, Medizin, Rückenschmerzen

Wußte, doch, daß mir das bekannt vorkommt ;-)

Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal einen Beitrag zum Thema “Craniomandibuläre Dysfunktion” gepostet. Damals ging es mir darum, den möglichen Zusammenhang zwischen diesem Beschwerdebild und Kopf- bzw. Nackenschmerzen aufzuzeigen. Im damaligen Beitrag erwähnte ich u.a. folgendes:

[...] Unter Umständen ist auch ein harmlos anmutender Auffahrunfall für das das Entstehen der Dysfunktion verantwortlich [...]

Allerdings lag mir damals keine entsprechende Quelle vor, die diesen Zusammenhang betätigen konnte. Es gab lediglich einen entsprechenden Hinweis auf einer “Fachseite”.

In dem unten verlinkten Artikel auf focus.de ist jetzt folgendes nachzulesen:

Schwedische Wissenschaftler der Universität Umeå haben in einer Studie herausgefunden, dass ein Schleudertrauma auch die Kieferknochen in Mitleidenschaft zieht – und zwar lange nachdem die Stauchung der Halswirbelsäule ausgeheilt ist. focus.de

Ich gehe davon aus, daß sich der Artikel bei focus.de auf diese Studie stützt. Leider ist (wie immer bei den amerikanischen Fachmagazinen) nur das Abstract verfügbar.

Kommentare:

7 Kommentare zu “Craniomandibuläre Dysfunktion nach Schleudertrauma ?”
    • Hallo Christoph!
      Ich muß mich mal wieder zu Wort melden. Das Sammelbecken CMD mit “harmlosen” Auffahrunfällen zu verknüpfen halte ich für sehr gewagt. Schließlich gehört die Kiefer- und Mundbodenmuskulatur zu der stärksten Muskulatur des Körpers. Schäden am Knochen- oder Knorpelbereich würde man schon vor Ausheilung von HWS-Syndromen feststellen können.
      Ich kann nicht auf wissenschaftliche Untersuchungen zurückgreifen (sei dahingestellt was der “focus” mit Wissenschaft zu tun hat), sondern nur auf fast tägliche Erfahrungen.
      1. CMD hat meist keine singuläre sondern multiple Ursachen! Wobei darauf hingewiesen sei, daß die Ätiologie nicht geklärt ist.
      2. CMD ist fast stets mit Stress verknüpft, “Abarbeiten” über das Kauorgan
      3. Die Unterbrechung eines Faktors/Ursache z.B. Beseitigung von Muskelverspannungen, Fehler bei Füllungen oder Zahnersatz o.ä. führt meist nur temporär zum Erfolg.
      4. Sich mit CMD befassen erinnert stark an Don Quichottes Kampf mit den Windmühlen.
      In diesem Sinn, auf welchen Voraussetzungen die amerikanische Studie beruht weiß ich leider nicht, wäre aber interessant zu erfahren ob zum Beispiel der Stress-Faktor ausgeschaltet wurde.
      Viele Grüße
      Michael

    • Dachte ich mir doch, daß sich der Zahnarzt zu Wort meldet ;-)

      Deswegen hab’ ich ja auch den Link zu der Originalstudie eingefügt – kommst Du da dran ?
      Der Focus war nur der “Initiator”, nach der Studie zu suchen.

      Danke für die Erläuterungen. Blogg doch mal drüber, themenrelevante Pings und Trackbacks sollen sehr nützlich sein (hab’ ich gehört…)

    • michael sagt:

      Nein, an das Orginal der Studie kommen nur ADA-Mitglieder. Und Hanna Sale ist Schwedin, so daß die Suche nach ihr auch keinen Erfolg bringt, außer man kann Schwedisch natürlich. :-(
      Darüber Bloggen ist natürlich eine feine Idee, man könnte endlich mal erklären was Michigan mit CMD zu tun hat, aber was sind Pings und Trackbacks? :-)

    • Kohler sagt:

      Ich leide sehr stark unter Craniomandibulärer Dysfunktion nach Schleudertrauma.
      Ich bin gerne bereit Fragen zu beantworten. (hpkohler @ yahoo.com)

      Gruss aus der Schweiz

      H. P. Kohler

    • underwater sagt:

      Hallo,

      eine Entstehung der Cranio- Mandibulären- Dysfunktion nach einem Schleudertrauma ist immer möglich.

      http://www.sr-online.de/sr3/87/598574.html

      auch unter google findet man unter der Sucheingabe :

      Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion+Schleudertrauma

      einiges dazu.

      CMD wird leider oft nicht als Verursacher komplexer Beschwerdebilder erkannt und die Patienten haben bis zur evtl Diagnose ( dann haben sie Glück) viele Ärzteodyssen hinter sich.

      Viele Grüße ,

      underwater

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  1. Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)…

    8%-10% der Bevölkerung leiden daran!
    ……



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