Training mit dem BOSU

31. März 2008 von Christoph Weigand  
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Das Trainingsgerät ist mir zwar “optisch schon begegnet”, allerdings wußte ich bisher nicht, wie der Halbball genannt wird.

Bosu (Seite des Herstellers) ist also der Name, wobei BOSU für “Both Sides Utilized” steht – beide Seiten können also für das (Rücken-)Training verwendet werden. Das Gerät erinnert an einen überdimensionierten Therapiekreisel, wobei der BOSU eine deutlich höhere Übungsvielfalt ermöglicht.
Im Prinzip wurde ein herkömmlicher Gymnastikball in der Mitte “durchgeschnitten” und auf eine stabile Plattform aufgesetzt.

Auf bosufitness (absolute Empfehlung) stehen zahlreiche Videos zur Verfügung, die aber leider nicht hier in diesem Beitrag eingebunden werden können, deshalb ein Einblick in das BOSU-Training bei YouTube (empfehlenswert auch die komplette Kategorie bosufitness a.a.O.).

Unbedingt ansehen – das Teil rockt ! Übungen nicht nachmachen !

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Auch mit Theraband und Gymstick kann ich mir da ganz abgefahrene Übungskombinationen vorstellen ;-)

Die Übungen in den Videos stellen wie immer keine Aufforderung zur Eigenbehandlung bei Erkrankungen dar und sind kein Therapieersatz. Vor Übungsbeginn grundsätzlich einen Arzt aufsuchen.

Bei Amazon kann der BOSU übrigens für ~150 – 160 € erworben werden (wahrscheinlich auch bei anderen Online-Shops, hab’ aber noch nicht geschaut).

Beinpresse – Funktionsstemme

9. Mai 2007 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Beinpresse, Funktionsstemme, Trainingstherapie

Erster Beitrag aus der Serie: Geräte in der Trainingstherapie

Das erste Gerät, das ich vorstellen möchte, trägt den Namen:

Beinpresse bzw. Funktionsstemme

Die meisten von Euch werden den Namen “Beinpresse” schon einmal gehört haben, “Funktionsstemme” ist vielen mit Sicherheit unbekannt.
“Funktionsstemme” heißt das Gerät in der Trainingstherapie, unter dem Namen “Beinpresse” wird es meistens in Fitnessstudios gehandelt.
Zur Etymologie des Wortes “Funktionsstemme” kann ich leider keine befriedigende Auskunft erteilen, aber vielleicht erledigt das irgendwann ein Leser dieses Beitrags.
Die Geräte mögen übrigens in den einzelnen Praxen oder Rehazentren etwas anders aussehen, aber die grundlegenden Funktionen sind bei fast allen medizinischen Geräten gleich, da sie durch bestimmte Verordnungen vorgeschrieben sind.

Die Beinpresse wird im Allgemeinen zur Kräftigung der Beinstrecker verwendet. Ich verwende die Beschreibung der Funktionen der jeweiligen Muskeln bewußt recht allgemein, damit jeder weiß, was gemeint ist. Selbstverständlich sind bei den jeweiligen Bewegungen auch andere Musklen beteiligt, aber ich habe keine Lust, das Thema zu verwissenschaftlichen.
Die Beinpresse findet insbesondere nach Knieverletzungen Anwendung (Meniskus, Kreuzband, Knorpelschaden etc.).
Ich habe allerdings im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht, daß auch Bandscheibenpatienten das (sehr gemäßigte) Training auf diesem Gerät als äußerst angenehm und entlastend empfinden. Nicht sehr verwunderlich, den man befindet sich in der Ausgangsposition in einer stufenbettartigen Lagerung. Allerdings soll das keine generelle Therapieempfehlung sein, denn dies ist sicherlich ein personen- und situationsbezogener Aspekt.

Ihr liegt bei diesem Gerät auf dem Rücken (auf Rückenlehne bzw. -polster [C]) und die Füße werden auf die Fußplatte [B] aufgesetzt. Möglichst weit oben auf der Fußplatte, um eine knie- und rückenschonende Position zu gewährleisten. Die Schulterpolster [D] fixieren Euch beim Druck auf die Fußplatte und sind auf die jeweilige Körpergröße anpaßbar.
Über die Einstellmöglichkeit [E] (s. Detailaufnahme Bild 3) kann die Rückenlehne nach oben aufgestellt werden (s. Bild 2), da einige Patienten die Übung aus unterschiedlichen Gründen nicht im Liegen ausführen können. Ist die Rückenlehne hochgeklappt, nehmt Ihr eine eher sitzende Position ein. Allerdings gibt es recht viele Einstellmöglichkeiten zwischen 0° und fast 90°.
Über Hebel [F] löst Ihr die Arretierung der Beinpresse und Ihr könnt weiter mit dem Schlitten nach unten rutschen und damit eine größere Beugung im Kniegelenk einstellen.
Einstellmöglichkeit [A] ermöglicht eine Veränderung der Neigung der Fußplatte, da z.B. Patienten mit Verletzungen im am oberen Sprunggelenk ein Training mit steil eingestellter Fußplatte nicht möglich ist. Außerdem kann bei bestimmten Beschwerdebildern im Kniegelenk über eine Änderung dieser Einstellung für Entlastung gesorgt werden.
Das Trainingsgewicht wird am Gewichtsblock [H] eingestellt.

Beinpresse

Rückenlehne ca. 45° aufgestellt.

Beinpresse 45°

Detailaufnahme Einstellmöglichkeit unten.

Detailaufnahme Beinpresse