Haftung in der Trainingstherapie/Physiotherapie

16. Oktober 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Krankengymnastik, Trainingstherapie

Auch wenn das Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg bereits einige Monate zurückliegt, dürfte es für Praxisinhaber von Physiotherapiepraxen mit angeschlossener Trainingstherapie dennoch von Interesse sein.

Zur Schadensersatzverpflichtung bei einem Sturz auf einem Laufband, wenn im Rahmen der physiotherapeutischen Behandlung die Benutzung des Laufbandes im Trainingsplan nicht vorgesehen war, sondern durch den Benutzer/Patienten eigenmächtig erfolgt. (AZ 6 U 212/08, OLG Oldenburg)

Der Volltext des Urteils kann über die Suchfunktion beim OLG leicht aufgefunden werden.

Gesunde Mischung am Samstag

26. September 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Alternative Heilverfahren, Internet, Kneipp, Sportliches, Trainingstherapie, iPhone

Einige Bookmarks aus den vergangenen Tagen als mehr oder weniger gesunde Mischung:

Neues Reha-Gadget

17. Juni 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Krankengymnastik, Medizin, Trainingstherapie

Auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2009 präsentierte Philips den Orthopädie-Trainer, der zukünftig unterstützend in der Rehabiltation nach orthopädischen Erkrankungen (vorzugsweise untere Extremität) eingesetzt werden soll.

Über eine mobile Einheit (mit Monitor) kann der Trainings-/Physiotherapeut den Patienten abhängig vom Krankheitsbild einen Trainingsplan z. B. im Rahmen der Trainingstherapie zusammenstellen, der dann videounterstützt und unter Kontrolle von speziellen Sensoren abgearbeitet wird. Die Trainingsdaten werden gespeichert und können von den Therapeuten kontrolliert und ausgewertet werden. In der rechten Navigation der verlinkten Orthopädie-Trainer Seite (s.o.) ist ein Video zu finden, in dem das Gerät demonstriert wird.

Medizinische Bilder kostenlos

30. April 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Internet, Produkte, Trainingstherapie

Kurzer Hinweis auf ein Angebot von medi.de (Hersteller von medizinischen Hilfsmitteln etc.), der per Pressemitteilung von letzter Woche auf einen kostenlosen Download von medizinischen Bildern bzw. Bildern zu Gesundheitsthemen hinweist.

Einen kleinen “Obulus” muß man dennoch entrichten, wenn ein Bild verwendet wird: medi.de erwartet einen Link, im Internet auch eine Art Währung ;) . Aber hey, warum nicht – dafür gibt’s insgesamt 70 Bilder, die downgeloadet werden können. Ich weiß nicht, ob auch auch Blogger das Angebot nutzen dürfen, bei Verwendung bitte nochmals beim Anbieter erkundigen.

Anbei noch ein kleines Stillleben aus der Trainingstherapie. Kann auch downgeloadet und verwendet werden … gegen einen kleinen Link ;-)

img_0125

Für “Fans” von gutem Essen (und so ;) … ), gibt’s übrigens auch freie Lebensmittelbilder an anderer Stelle.

Gehtraining – roboterunterstützt

8. April 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Medizin, Trainingstherapie, Videos

Der Hersteller nennt es Lokomotionstherapie (s. Lokomat, mit vielen Videos).

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Der Lokomat wird eingesetzt bei Patienten u.a. mit Bewegungsstörungen durch Cerebralparese („cerebrale Kinderlähmung“), Querschnittslähmung, Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma. innovationsreport.de

Für die funktionelle Therapie der oberen Extremität gibt’s übrigens auch ein Gerät.

Bewegungsbeobachtung am animierten GIF

21. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Bandscheiben, Rückenschmerzen, Trainingstherapie

In 2007 gab es hier im Blog eine kleine Serie, in der einige Geräte aus der Trainingstherapie vorgestellt wurden. Eine “Maschine” sparte ich dabei bewußt aus, denn aus meiner Sicht birgt das Training an der sog. Beinschwinge ein gewisses Risiko, daß ich Euch anhand eines Fundstücks im Netz und einer schematisierten Abbildung verdeutlichen möchte.

An der Beinschwinge können u.a. die Adduktoren trainiert werden, wobei ich die Sinnhaftigkeit eines Adduktorentrainings bei Problemen im Bereich der Lendenwirbelsäule an dieser Stelle nicht diskutieren möchte. Zudem muß ein augenscheinliches Adduktorentraining kein Adduktorentraining sein, sondern zielt ggf. auf eine Stabilisierung im lumbalen Block oder Beckenbereich ab oder, oder, oder … Therapeuten haben viele Ideen und setzen sie auf unterschiedlichste Art und Weisen um.

Worum geht es dann?
Schaut Euch bei exrx.net bitte dieses animierte GIF an (erscheint beim verankerten Link ganz oben auf der Seite). Der Sportler trainiert an der Beinschwinge mit relativ kurzem Hebel seine Adduktoren. Ich schätze, er hat dabei drei Gewichtsscheiben aufgelegt (i.d.R. ca. 5-7 kg/Scheibe, also max. 21 kg – kein großes Gewicht). Obwohl er relativ gut trainiert sein dürfte und dementsprechend auch über ausreichend Trainings-/Bewegungserfahrung verfügen wird, findet kaum bis gar keine Stabilisation/Fixation im Bereich Becken/LWS statt. Wenn das Bein nach oben bewegt wird, kommt es zu einer regelrechten Stauchung am Umkehrpunkt der Bewegung mit seitlicher Beckenkippung. Zudem hält er das (linke) Bein in Außenrotation, was Torsionsmomente im Bereich der LWS entstehen lassen dürfte (vom Iliosakralgelenk ganz zu schweigen ;) )

Schematisch vereinfacht dargestellt sieht die Ausgangsposition also wie folgt aus (der Schnittpunkt/blaue Bereich soll den Übergang LWS-Kreuzbein darstellen):

beinschwinge

Wenn das Bein nun nach oben geführt wird, ergibt sich folgendes Bild (der schwarze Pfeil steht für die potentielle Torsion):

beinschwinge-1

An dieser Stelle sei wiederum an Belastung der Bandscheiben beim Golfen erinnert, wo am Modell eine ähnliche Belastung (wenn auch bei gänzlich anderer Ausgangsposition und dem Rumpf als Last) veranschaulicht wird. Es handelt sich im ungünstigsten Fall also um eine Seitneigung der LWS mit zeitgleicher Kompression und Rotation/Torsion.
Und deswegen rate ich meinen (Bandscheiben-)Patienten lieber von der Übung ab ;-)

Sportmedizin: äußerst ergiebige PDF-Quelle [Volltexte]

1. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Krankengymnastik, Medizin, Trainingstherapie

Zur Recherche im Themenfeld Sportmedizin (auch Physiotherapie, Trainingstherapie etc.) darf ich Euch die interdisziplinäre Zeitschrift Klinische Sportmedizin empfehlen, die ihr Archiv mit PDF-Volltexten kostenlos bereitstellt. Einige der Artikel werde ich in den kommenden Wochen mit Sicherheit in separaten Beiträgen hier im Blog “vorstellen” ;-)

Da die Suche nach den Artikeln aus meiner Sicht etwas umständlich gehalten ist, verwendet am besten diese Suchabfrage, um eine vollständige Liste der verfügbaren PDF’s zu erhalten.
Viel Vergnügen ;-)

Sensomotorisches Training bei Tendinopathie [Buchfeed]

5. Januar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Bücher, Medizin, Trainingstherapie

Buchfeed (Erklärung siehe hier) erweitert:

Steffen Müller (Dissertation-Volltext): Die belastungsspezifische neuromuskuläre Antwort bei Athleten mit Tendinopahtie der Achilles- oder Patellarsehne: Analysen der funktionalen und therapeutischen Effekte eines sensomotorischen Trainings

Feed

Krafttraining gegen Rückenschmerzen ?!

15. Dezember 2008 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Bandscheiben, Rückenschmerzen, Sportliches, Trainingstherapie

Nach einer Studie an der University of Alberta wirken sich Trainingsprogramme, bei denen mit Gewichten trainiert wird, deutlich positiver auf Beschwerden/Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (lower back pain) aus, als sportliche Aktivitäten wie Jogging, Walking, Laufband etc.

Hatten wir schon einmal im Zusammenhang Nackenschmerzen und Krafttraining (dänische Studie). Andererseits soll damit nicht der Eindruck vermittelt werden, Krafttraining sei der “ultimative Heilsbringer”:

Any activity that makes you feel better is something you should pursue, but the research indicates that we get better pain management results from resistance training.” The extra benefits stem from using the whole-body approach required in resistance training, Kell believes. “We tried to strengthen the entire body and by doing that, we decreased the fatigue people felt throughout the day. They were better able to perform their activities of daily living.

Man beachte weiterhin:
We tried to strengthen the entire body“, also nicht nur Training der angeblich so schwachen Bauch- und Rückenmuskulatur (oftmals der erste wohlgemeinte Rat bei Ärzten und Therapeuten), sondern ein Ganzkörper(kraft)training wurde durchgeführt.

Geräte für’s Balancetraining

6. Dezember 2008 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Produkte, Sportliches, Trainingstherapie

Eine Brigitte-Leserin wies am Mittwoch am Mittwoch auf das “wackliges Kleinzeug” hin. Gemeint sie die zahlreichen Stabilisationstrainer, die mittlerweile auf dem Markt angeboten werden sind.

Der Artikel in der Brigitte gibt diesbezüglich eine ganz gute Übersicht und so sehe ich mich “genötigt”, ihn zu verlinken ;-)
Vorgestellt werden folgende Geräte für das Balancetraining:

  • IO-Ball
  • Airex-Matte
  • Dynair-Ballkissen
  • MFT Trim Disc
  • Aero Step
  • Stabilitätstrainer (Theraband)
  • Frage: wo ist der Klassiker, der Gymnastikball ? Mit dem lassen sich zwar nur schwerlich Vertikal-Übungen (stehend) realisieren, aber im Hinblick auf die instabile Unterstützungsfläche erfüllt er durchaus die Kriterien der Balancetrainer.

Im Rahmen des Stabilisationstrainings sollte zudem auf die verschiedenen Schwingstäbe (unterschiedliche Hersteller) hingewiesen werden, die offensichtlich auch begeisterte Anhänger haben.

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