Laufanalyse “für die Füße”?
6. Januar 2010 von Christoph Weigand
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Da babbel’ ich mir den Wolf, daß Läufer im Hinblick auf die richtige Schuhauswahl unbedingt eine Laufanalyse durchführen sollten, und was muß ich jetzt lesen?
Laut einer Studie der Universität von Virginia (via Ärztezeitung) sind die Belastungen auf die Gelenke der unteren Extremität (Sprunggelenk, Knie und Hüfte) beim Laufen mit Laufschuhen deutlich höher als beim Barfußlaufen.
Allerdings frage ich mich, inwieweit das Schuhmaterial einen Einfluß auf die Messung gehabt haben könnte, wenn ich folgende Passage lese (vgl. “Methods”):
All subjects ran barefoot and in the same type of stability running footwear [...]
Was heißt in diesem Zusammenhang “same type of”? Ähnliche Laufschuhe von unterschiedlichen Herstellern, die ähnliche Stützfunktionen aufweisen? Oder Laufschuhe vom exakt gleichen Typ/gleichem Hersteller/gleiches Modell?
Leider fehlt mir der Zugang zu ScienceDirect bzw. die Bereitschaft, $ 31,50 für diese Info zu investieren
Laufanalyse beim Ratgeber Technik
29. März 2008 von Christoph Weigand
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Im letzten Monat zeigte ich mich darüber erfreut, auf einer englischsprachigen Seite ein Video zum Thema Laufanalyse gefunden zu haben.
Damals “kritisierte” ich das Nichtvorhandensein entsprechender Videos für den deutschsprachigen Raum.
Entweder habe ich zum damaligen Zeitpunkt nicht intensiv genug gesucht (wovon ich nicht ausgehe *g*) oder der Video-Beitrag des Ratgebers Technik der ARD schlummerte aufgrund nicht nachvollziehbarer Mechnismen in den hinteren Reihen der Suchergebnisse. Wahrscheinlich handelte es sich einfach um eines dieser Phänomene, bei dem die relevante Seite für einige Tage aus den Suchergebnissen verschwindet und plötzlich wieder auftaucht – warum auch immer…
Obwohl der Beitrag hinsichtlich des Datums nicht mehr brandaktuell zu sein scheint, verschafft er doch einen guten Einblick in die Thematik.
Warum es sich insbesondere bei auftretenden Rückenbeschwerden während des Laufens lohnen kann, eine Laufanalyse in Erwägung zu ziehen, erfahrt Ihr in meinem ersten Beitrag der kleinen “biomechanischen” Serie
Laufanalyse im Video
14. Februar 2008 von Christoph Weigand
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Nach einem halbwegs vernünftigen Video zum Thema “Laufanalyse” kann man verdammt lange suchen.
Über die deutschsprachige Eingabe ist in den gängigen Videoportalen nichts Verwertbares zu finden und auch ein Suche über “Running Analysis” fördert keine guten Ergebnisse ans Tageslicht. Ich hab’s dann einfach mit Gang-Analyse (-> Gait Anaylysis) versucht und doch noch einen halbwegs vernünftigen Clip gefunden, über den meine Ausführungen bzgl. der medizinischen Sinnhaftigkeit einer Laufanalyse veranschaulicht werden können.
Das Video wurde offensichtlich im Boulder Center for Sports Medicine aufgenommen und zeigt, welchen Punkten bei einer solchen Analyse besondere Bedeutung beigemessen wird.
In der Regel stehen Abrollverhalten mit Fußposition, Sprung-, Knie- und Hüftgelenk im Mittelpunkt des Interesses. Außerdem erlauben Becken- bzw. Hüftposition und das “Verhalten der LWS (Lendenwirbelsäule)” Rückschlüsse auf potentielle Problemfelder.
Ein ausgebildeter Bewegungsanalytiker/Biomechaniker wird Euch bei einer Laufanalyse die individuellen Wechselwirkungen des Bewegungsverhaltens im Detail erklären. Die Kombinationsmöglichkeiten sind einfach zu vielfältig, um an dieser Stelle unzählige “Wenn-Dann” Beziehungen aufzuzählen.
Schwäche im dargestellten Versuchsaufbau ist übrigens u.a. das Fehlen eines Rasters als Analysehilfe. Mit Fenstern und Bildern im Hintergrund läßt sich nicht optimal arbeiten. Außerdem wurden keine Orientierungslinien an Unterschenkel, Oberschenkel, Becken etc. eingezeichnet.
Interessant wäre zudem ein Vergleich zwischen Barfuß-Lauf und Lauf in Schuhen (ggf. verschiedene Schuhmodelle von unterschiedlichen Herstellern).
Aber gut – zumindest kann dieses Video einen ersten (groben) Eindruck einer Laufanlayse vermitteln.
Ich empfehle übrigens, bei den Laufsequenzen wiederholt die “Pause”-Taste beim Player zu drücken, um einen Unterschied von linker und rechter Seite in den einzelnen Gelenken/Bereichen festzustellen. Ihr könnt auch mit zwei geöffneten Fenstern arbeiten und links beim Aufsetzen des linken und rechts beim Aufsetzen des rechten Fußes stoppen. Dann einen wenig “vor- und zurückspulen” und ggf. die Unterschiede bei Fuß, Knie, Hüfte und LWS registrieren.
Link: video.google.de
Runners Point Wiesbaden – Kundenmeinung
7. August 2007 von Christoph Weigand
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*** Beitrag nicht gesponsort ***
Liebes Team vom Runners Point Wiesbaden,
seit vielen Jahren bin ich Kunde in der Wiesbadener Filiale. Ich kenne keinen von Euch persönlich und auch Euch wird mein Gesicht nur deshalb bekannt vorkommen, weil ich mich immer mal wieder umschaue.
Mindestens einmal pro Jahr decke ich mich mit meinem Arbeitsgerät bei Euch ein und ich habe nie zu erkennen gegeben, daß ich weiß, wovon Ihr redet, wenn Ihr mir das ganze Zeug mit der Supination und Pronation erklärt habt.
Heute konntet Ihr sogar meinem Vater verständlich erläutern, warum das Modell eines bestimmten Herstellers die bestmögliche Wahl ist (und mein Daddy kann mitunter ein recht schwieriger Kunde sein
)
In all den Jahren habt Ihr mich nie über’s Ohr gehauen oder falsch beraten. Wenn es Probleme mit einem Produkt gab, wurde immer eine zufriedenstellende Lösung gefunden. Keiner meiner Patienten, die ich zu Euch geschickt habe, war jemals unzufrieden (und ich frage immer nach, glaubt mir).
Ihr habt nie versucht, mir das Produkt eines bestimmten Herstellers unterzujubeln, habt mich auf Sonderangebote hingewiesen und mir im Zweifel auch ein günstigeres (aber qualitativ potentiell gleichwertiges) Produkt empfohlen.
Ihr wart immer freundlich und verbindlich und habt Euch auch bei großem Kundenaufkommen Zeit für individuelle Anliegen genommen.
Also, Runners Point Wiesbaden – ich empfehle Euch hiermit gerne weiter
Logo (c) runnerspoint.de
Online Fussvermessung
16. Juni 2007 von Christoph Weigand
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Bei dsjacademy (Deutsche Sportjugend) kann man kostenlos online eine Fußvermessung durchführen und bekommt dann automatisch das geeignete Lauf- bzw. Walkingmodell des entsprechenden Herstellers empfohlen. Bei der Analyse werden Kriterien wie Geschlecht, Gewicht, Fussbreite/-länge und Fußform berücksichtigt. Neben einer Modellempfehlung empfiehlt das Tool auch gleich die passende Schuhgröße.
Die Daten können mit Kundennummer und Paßwort gespeichert werden, damit auch ohne neuen Test zukünftig bei Produktaktualisierungen eine Empfehlung unter schuhcheck.de abrufbar ist.
Wer Wert auf eine genauere Fussvermessung legt, kann sich vor Ort bei den Rückencheck Tourterminen die Füsse auch gerätegestützt vermessen lassen.
Im “TK-RÜCKENCHECK-CENTER” können die Teilnehmer sich kostenlos mit dem neuesten Messverfahren Rücken und Füße vermessen lassen. Jeder Teilnehmer erhält seine persönliche “RÜCKENCHECK-DIAGNOSE”. Für die perfekte Rückenfit-NORDIC-WALKING-Ausrüstung werden auf Wunsch die Füße vermessen und es wird die optimale Stocklänge ermittelt. Der Teilnehmer erhält ein Diagnoseblatt mit eigener Homepage hier auf www.dsjacademy.de
Thematischen Empfehlung im Bandscheiben-Blog:
- Laufanalyse
- Probleme trotz Laufanalyse ?
- Schon mal an eine Laufanalyse gedacht?
Probleme trotz Laufanalyse ?
20. Mai 2007 von Christoph Weigand
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Nicht selten berichten Patienten, daß sie trotz einer durchgeführten Laufanalyse mit anschließender Versorgung über scheinbar optimale und genau angepaßte Einlagen weiterhin Probleme mit dem Bewegungsapparat (Adduktoren, ischiocrurale Muskulatur, Hüfte, LWS usw.) haben.
Um den Ursachen der Probleme und damit dem wahren Auslöser bestehender Beschwerden auf den Grund zu gehen, sind dann unter Umständen weitere “bioinvestigative Maßnahmen” notwendig.
Eine Meßmethode, die den Wenigsten bekannt sein dürfte, ist in diesem Fall die Analyse der Druckkräfte im Bereich der Fußsohle, die über sogenannte Fußdruckmessungen vorgenommen werden können. Manchmal liegt auch dort der Hase begraben.
Systeme zur Erfassung dieser Werte sind z. B. bei megascan oder diers zu finden.
Auf dieser Seite (Bild rechts oben) kann man recht gut erkennen, dynamische Druckverteilung dann optisch dargestellt wird.
Also, wenn Ihr nach einer professionellen Laufanalyse und einer Versorgung mit Einlagen immer noch Beschwerden haben solltet, fragt doch Euren Orthopäden, was er von einer derartigen Analyse hält. Vieleicht kann er Euch ja auch einen Tipp geben, wo in Eurer Nähe eine solche Analyse durchgeführt werden kann.
Nachtrag zur Laufanalyse
2. Mai 2007 von Christoph Weigand
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Der Marathon-Läufer, von dem in diesem Laufanalyse-Beitrag die Rede war, hat sich übrigens mittlerweile einer derartigen genaueren Betrachtung unterzogen.
Da festgestellt wurde, daß ein ausgeprägter Senkfuß bei ihm vorliegt, bekam er mitgeteilt, daß seine derzeitigen Laufschuhe absolut ungeeignet für eine derartige Fußstellung sind.
Bezeichnender Weise traten die Beschwerden erstmalig bei ihm auf, als er in der Vergangenheit auf ein anderes Schuhmodell umgestellt hatte.
Ihm wurde jetzt ein anderer Laufschuh-Hersteller untergejubelt (paßt ihm gar nicht *bg*) und schon nach kurzer Zeit hat er deutlich weniger Beschwerden. Er ist gestern mit nur noch geringen Problemen einen 22er gelaufen, während er noch vorletzte Woche vor Schmerzen kaum auf einem Bein stehen konnte. Freut mich für ihn und verdeutlicht gleichermaßen den Sinn und Zweck einer derartigen Laufanalyse.
Am Wochenende läuft er einen Halbmarathon – viel Erfolg !
Mein biomechanisches Streitross: Gel Kayano
29. April 2007 von Christoph Weigand
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Gestern war es wieder soweit. Ein neues Paar biomechanischer Streitrösser von Asics war fällig.
Es handelt sich um den Gel Kayano 13 von Asics. Produktwerbung ? In diesem Fall kein Problem für mich, denn seit vielen Jahren ist er für mich ein echter Unterstützer im Alltag. Nicht um zu joggen, nein, schön wär’s.
Ich “verwende” ihn auf der Arbeit und bei fast jeder Form der Fortbewegung.
Vorher habe ich eine Menge anderer Schuhe von unterschiedlichen Herstellern ausprobiert, aber mit keinem kam ich so gut zurecht, wie mit dem Gel Kayano, insbesondere im Hinblick auf die Rückenbeschwerden.
Achtung: Das heißt nicht, daß dies für jede Person gilt. Jeder hat sein individuelles Streitross. Das können viele andere Schuhmodelle von verschiedensten Herstellen sein. Dies ist keine generelle Empfehlung, genau diesen Schuh zu kaufen.
Macht eine Laufanalyse und findet Euren optimalen Laufschuh heraus, Euer Körper wird es euch danken !
Laufanalyse: schade
26. April 2007 von Christoph Weigand
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Vor kurzem hatte ich zwei Beiträge geschrieben, die sich mit dem Thema Laufanalyse beschäftigten.
Hintergrund war, neben dem informativen Charakter der Artikel im Hinblick auf unterschiedliche Beschwerdebilder des Bewegungsapparates, folgende Zielsetzung:
Es gibt einen Anbieter, der ein wirklich hervorragend ausgestattetes Bewegungslabor hat, in dem unter anderem auch eine Laufanalyse auf dem Laufband durchgeführt werden kann. Nur hat der Anbieter einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil – er wird mit dem Keyword “Laufanalyse” nicht gefunden. Im Hinblick auf die Zielgruppe, die sich auf das Laufband stellen würde, wirklich schade, da es sich idR um jüngere, motivierte Läufer handelt, die auch gerne im Internet nach den jeweiligen Anbietern suchen.
In einem wirklich netten Schreiben teilte ich mit, daß ich mich für Bewegungsanalysen interessiere und mich gerne einmal mit ihm unterhalten bzw. treffen würde (Anschreiben erfolgte mit allen Kontaktdaten, Webseite – schön transparent).
Meine Absicht war, dem Anbieter bei diesem Treffen mitzuteilen, daß ich ihn gerne direkt mit/in einem meiner Beiträge verlinken kann, weil ich von der Aussagekraft der Laufbandanalyse fest überzeugt bin und ihm als “kleinen Dank” für einen Einblick in das Bewegungslabor mit einem Review und der Verlinkung zu neuen Kunden verhelfen möchte (selbstverständlich wie immer ohne finanzielle Interessen – bei einer angebotenen Analyse meines Bewegungsverhaltens hätte ich aber selbstverständlich nich “Nein” gesagt).
Tja, leider habe ich niemals eine Antwort auf meine Email erhalten – schade (die verwendete Email-Adresse ist übrigens noch niemals in einem Spamfilter hängengeblieben).
Warum läuft das eigentlich im medizinischen Bereich immer so, ist schließlich nicht das erste Mal, daß es sich so abgespielt hat !? Ich würde mich freuen, wenn eine gutbesuchte Webseite mit relevanten Inhalten mit einem schönen Keyword auf mich linkt – viele bezahlen für so etwas sogar eine Stange Geld. Ich würde sogar meinerseits einen Link auf diese Webseite setzen (wobei ich das bei einem Treffen überhaupt nicht angesprochen hätte), wenn ich sehe, daß sie meinen Kunden/Patienten/Besuchern o.ä. einen informativen Mehrwert bietet.
Aber hey, so sei es dann eben. Habe übrigens gerade festgestellt, daß ich bei der Suchanfrage Laufanalyse gut gefunden werde
Bild: bärle – aboutpixel.de
Laufanalyse
21. April 2007 von Christoph Weigand
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Am Donnerstag kam wieder ein Patient in der Praxis hier in Wiesbaden vorbei, der über massive Beschwerden im Bereich der Leiste und des tuber ischiadicums klagte (Ursprung der ischiocruralen Muskulatur – Link verweist auf m. biceps femoris, abgebildet sind aber die Hamstrings).
Genau dieses Beschwerdebild tritt immer wieder auf, wenn Läufer (auch dieser Patient läuft Marathon) bei entsprechenden Fehlstellungen im Fuß nicht mit optimalem Schuhwerk unterwegs sind bzw. mit keiner Einlage versorgt wurden. In der Vergangenheit hatte ich schon anhand stark vereinfachter biomechanischer Modelle verdeutlicht, daß eine Laufanalyse durchaus sinnvoll bei solchen Beschwerden sein kann.
Tut Euch selbst den Gefallen, und lauft nicht einfach los. Laßt Euch gut bzgl. des entsprechenden Schuhwerks beraten. Investiert die 100-150 Euro in eine Laufanalyse, bevor Ihr mit dem Training beginnt.
Lange Trainingseinheiten und insbesondere die Trainingsumfänge, die für die Vorbereitung auf einen Marathon-Lauf notwendig sind, stellen eine verdammt hohe Belastung für den Bewegungsapparat dar, die sich mit Sicherheit bei vorliegenden Fehlstellungen im Fuß in entsprechenden Beschwerden äußern wird.
Ihr werdet langfristig mehr Freude an Euren Trainingseinheiten haben und schlußendlich auch erfolgreicher sein, wenn Ihr euer Vorhaben gewissenhaft vorbereitet. Dazu gehört eben auch, sich eingehend (uU auch biomechanisch) beraten zu lassen. Der Laufschuh muß nicht schön aussehen, er muß nicht von Eurem Lieblingshersteller stammen und auch nicht zu Euren Shirts und Hosen passen. Es ist keine Schwäche, sich mit Sporteinlagen zu versorgen, wenn die Notwendigkeit vorliegt. Aber dies läßt sich eben nur über eine eingehende Beratung und vielleicht auch eine Laufanalyse feststellen.






