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Bounce Rate mit einfachen Mitteln gesenkt

25. April 2009 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Blogging, SEO

Vorab die Definition für den Begriff Bounce-Rate:

Bounce rate is the percentage of single-page visits or visits in which the person left your site from the entrance (landing) page. Use this metric to measure visit quality [...] Google

Auf deutsch:
Der prozentuale Anteil von Besuchern, die nur eine Seite (ggf. per Direkteingabe oder Link auf einer anderen Seite) aufrufen oder die Seite direkt nach Besuch der Landing-Page (ggf. von Google oder Anzeigen/Werbung kommend) verlassen [...]

In letzter Zeit experimentiere ich ein wenig mit dem Layout herum und versuche zu ergründen, wie sich einzelne Maßnahmen in Form von Änderungen im Layout auf das Besucherverhalten auswirken.
Man muß die Änderungen immer ein paar Tage laufen lassen, teilweise hat auch Google seine “Probleme” mit einem (komplett) neuen Theme oder “groben” Maßnahmen, insofern wirken sich einige Änderungen nach einem entsprechenden Zeitraum aus. Und selbst dann fallen Tagesschwankungen und (kleine) Änderungen teilweise zeitlich so zusammen, daß sie sich kompensieren oder verstärken usw. Verläßliche Auskunft gibt daher meist nur der Durchschnitt für ein bestimmtes Merkmal über einen längeren Zeitraum.

Die signifikanteste ad hoc-Veränderung bewirkte jedoch eine Verlinkung des eingebundenen Videos in der rechten Sidebar. Vom Autor des Themes ist ein direkt abspielbarer Player/ein abspielbares Video vorgesehen, der/das auch in den vergangenen Wochen entsprechend der ursprünglich angedachten Funktion genutzt wurde.
Da das Video über YouTube eingebunden war, konnte ich dort die Aufrufzahlen des Videos inklusive verweisender Quelle verfolgen. In den vergangenen Wochen kam es zu vielen tausend Aufrufen, d.h. das Video wurde entsprechend häufig geklickt. War auch so beabsichtigt, hat aber einen entscheidenden Nachteil:
Der Klick führt ins Nichts, generiert keinen weiteren Klick auf meiner Seite und veranlaßt den Surfer im ungünstigsten Fall dazu, den Starken Rücken bzw. das Bandscheiben-Blog in Richtung YouTube zu verlassen. Das hätte über ein Einbinden vom eigenem Webspace verhindert werden können, allerdings ohne die Bounce Rate zu vermindern respektive die Page Impressions zu erhöhen.

Ein Blick auf die Heatmap (erstellt mit Feng-GUI) der Hauptseite verrät, daß der (vermeintlich) eingebundene Player ein echter Blickfang ist und dementsprechend wahrscheinlich entsprechenden Aufforderungscharakter hat:

Heat Map zur Verbesserung der Bounce Rate

Das Bild links (rote Fläche) ist verlinkt, kann also einen Klick generieren, hat aber keinen so hohen Aufforderungscharakter wie ein Player. Die Navigation wird auf den ersten Blick nicht beachtet, also muß über den Player ein Klick mit weiterem Seitenaufruf generiert werden, um die Bounce-Rate zu verringern.

Maßnahme:
Das Video wurde zum “Bild mit Videocharakter” ;) umfunktioniert und mit der eigentlichen Start-/Zielseite für die Übungen verlinkt.

Ergebnis:
Die Bounce-Rate fiel sofort um ca. 15%, während sie sonst lediglich 1-2% variierte.
Ich werde den Verlauf in den kommenden Wochen weiter beobachten und ggf. berichten, wenn sich an den Zahlen im Monatsschnitt etwas ändert, aber ich gehe davon aus, daß sich die Bounce-Rate auf niedrigem Niveau einpendelt.

Es lohnt sich also durchaus, ein wenig zu experimentieren. Manchmal bringen strukturelle, interne Maßnahmen mehr, als man vermuten möchte und erhöhen die “Performance” der Seite beträchtlich. Dennoch spricht nichts gegen den Aufbau einer guten, externen Verlinkung ;-)

Kommentare:

2 Kommentare zu “Bounce Rate mit einfachen Mitteln gesenkt”
    • Horst sagt:

      Sehr spannend. Mehr davon. 8-)
      Kannst Du ausschließen, dass viele auf das Bild klicken, weil sie ein Video starten wollen und dann der Klick woanders hin führt? Das bringt Dir zwar einen Pageview, aber den Besucher dürfte es doch eher abschrecken, oder?
      Wenn Du das Video selber hosten willst, kann ich Dir den Flowplayer empfehlen. Damit wären auch mehr Spielereien möglich. Beispielsweise könntest Du ein Video abspielen und danach (oder gleichzeitig) eigene weiterführende Links anbieten.

    • Nein, kann ich nicht ausschließen ;) , es ist im Prinzip schon eine kleine “Verarsche”, aber die “Landing-Page” hinter dem Link ist ja genau das, was das vermeintliche Video impliziert -> da gibt’s viele Übungen.
      Sie hat eine Ausstiegsrate von nur ca. 32%, also kann die Maßnahme nicht so schlecht gewesen sein.
      Den Player hab’ ich mir schon angeschaut, danke – kommt vielleicht als nächstes Experiment :-)

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