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Blogger, SEO, Wirkungsgrad und Plugins

30. Januar 2008 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Blogging, SEO

Plugins erfreuen sich in den unterschiedlichsten Bereichen großer Beliebtheit. Meistens erhöhen sie die Funktionsvielfalt einer Anwendung, Software o.ä., in einigen Fällen handelt es sich lediglich um Spielereien. Besonders im Hinblick auf die jeweils installierten WordPress-Plugins erscheint es mir durchaus sinnvoll, Interessierte von Zeit zu Zeit einen Einblick “in die Verwaltung” zu gewähren, weil man immer wieder nützliche Hinweise aus solchen Beiträgen für’s eigene Blog beziehen kann.

Für mindestens genauso sinnvoll erachte ich es, den “Recherchier-Browser” (bei mir ist dies der Firefox, mit dem IE surfe ich einfach) mit zweckmäßigen Tools auzustatten, die mir Auskunft über die Seiten geben, die mich interessieren und bei der Suche schon relevante Daten bzgl. der Suchergebnisse vermitteln.

Jetzt fragt Ihr euch vielleicht, was der “Normal-Blogger” mit solchen SEO-Tools und Addons für den Firefox anfangen soll !? Ich versuche es Euch anhand der physikalischen Größe des Wirkungsgrades zu veranschaulichen:
Viele von Euch investieren sehr viel Zeit und persönliches Engagement in ihr Blog -> Ihr betreibt in vielen Fällen einen hohen Aufwand. Dieser Aufwand liefert in den meisten Fällen auch ein Resultat für die Blogs, die Blogs geben etwas ab, es entsteht ein Nutzen. Dieser Nutzen kann unterschiedlicher Erscheinungsformen haben bzw. wird unterschiedlich von den Bloggern interpretiert (Stichwörter: Bloggen für mich, für andere, für Suchmaschinen usw.).

Nehmen wir also an, Ihr wendet sehr viel Zeit, Intellekt, Emotion etc. für Euer Blog auf, erzielt aber nicht den angestrebten, individuellen Nutzen (immer vorausgesetzt, das es sich um kein vollkommen sinnfreies Blog handelt). In diesem Fall könnte man von einem schlechten (Blog-)Wirkungsgrad sprechen, also einem Blog, das mit einer hohen Verlustleistung betrieben wird. Und das wird nicht lange gut gehen, denn eine bestimmte Bedürfnisbefriedigung, ein bestimmtes “Nutzenserwarten” ist in den meisten Fällen mit einer Handlung verbunden. Wird das Bedürfnis nicht befriedigt bzw. der angestrebte Nutzen nicht “eingefahren” tritt irgendwann Frustration an die Stelle der Motivation und das Bloggen hat ein Ende. Insofern haben die oft erklärten Burn-Outs bei Bloggern nicht selten auch Ihre Ursache in einem nicht befriedigten Bedürfnis. Was liegt also näher, als den Wirkungsgrad des Blogs durch strategische Maßnahmen zu steigern ? Wie das ? Und an dieser Stelle kommt SEO ins Spiel !

SEO(s) umgibt (umgeben) oftmals eine fast magische Aura. Wer das Wort in den Mund nimmt, ohne selbst “einer von denen zu sein” wird vielfach nur müde belächelt oder ggf. verspottet. Das führt aus meiner Sicht dazu, daß sich viele (Blogger) nicht ausreichend mit der Thematik auseinandersetzen. Aber was machen die Jungs (meistens sind es eben Jungs) denn eigentlich ? Sie erhöhen den Wirkungsgrad einer Seite und befriedigen damit ein bestimmtes Bedürfnis. In den meisten Fällen handelt es sich bei diesem Bedürfnis um zu steigernde Einnahmen auf Seiten des Auftraggebers, denn gesteigerte Einnahmen sind meistens mit einer verbesserten Auffindbarkeit in den Suchmaschinen in irgendeiner Form verknüpft.

Was bedeutet das für den Blogger ? In Eurem Blog seid Ihr der Auftraggeber, ihr wollt etwas “erreichen”. Um es erreichen zu können, müßt ihr entweder über derart einzigartige Inhalte verfügen, daß die Leute ohne Umwege über die Suchmaschinen zu Euch kommen (seltener Fall), oder Ihr müßt dafür sorgen, daß Ihr gefunden werdet (gut, manchmal sorgen auch andere Blogger durch Links für eine Auffindbarkeit, aber dieser Mechanismus ist auch etwas zäh). Denn erst wenn man Euch gefunden hat, kann man auch “bei Euch bleiben”, den Feed abonnieren etc.

Ich “sauge” möglichst viele SEO-Texte und Theorien auf, denn mein erklärtes Ziel, meine persönliche Bedürfnisbefriedigung ist u.a., daß möglichst viele Leute lesen, was ich geschrieben habe. Was ich über SEO in Erfahrung bringen kann, versuche ich im Rahmen meiner jeweils aktuellen Möglichkeiten umzusetzen.
SEO ist nicht grundsätzlich schlecht, vermittelt nur machmal einen schlechten Beigeschmack, wenn unmoralische Maßnahmen zur Beeinflussung der “natürlichen” Suchergebnisse eingesetzt werden.
Aber, bitte – was kann unmoralisch daran sein, sich selbst zu verlinken und damit für Backlinks zu sorgen, wenn es sich um ein “anständiges” Thema handelt. Was ist unmoralisch daran, die für den Spider der Suchmaschine bestmögliche Konfiguration des Blogs aufzusetzen ? Kann eine Analyse der Seiten, auf die man verlinkt, schlecht sein, wenn doch allein das Verlinken auf “schlechte” Seiten eine Abstrafung des eigenen Blogs nach sich ziehen kann und damit unter Umständen eigene Bemühungen zunichte macht ? Warum nicht auch auf die richtige Keyword-Dichte achten, warum nicht Metatags einfügen, warum nicht mit anständigen Überschriften arbeiten ? Warum nicht einen Trackback auf einen Beitrag in einem anderen Blog setzen, wenn man dem Getrackbackten zugesteht, dasselbe zu bei mir tun, und er dadurch keinen Schaden nimmt ? Warum nicht vor dem Schreiben eines Beitrags relevante Keywords filtern und schauen, mit welchen Keys sich der Beitrag (bei gleichen Inhalte besser positionieren könnte ?

Ich könnte jetzt immer weiter aufzählen, denke aber, daß meine Botschaft durchgedrungen sein sollte. SEO kann den Wirkungsgrad eines Blogs erhöhen. Baut man Mist, verschlechter sich die Auffindbarkeit genauso schnell – aber das merkt man recht zügig ;-) Gerade in den Anfängen läuft vieles nach dem Prinzip Trial und Error ab. Nach einer gewissen Zeit weiß man dann aber zumindest, was man garantiert nicht machen sollte. Dann ist man zwar immer noch kein SEO, aber ein Blogger, der den Wirkungsgrad des Blogs wieder ein Stückchen gesteigert hat. Und mit der Zeit stellen sich kleine (und objektiv nachvollziehbare) Erfolge ein. Wenn jetzt argumentiert wird, daß unter Umständen durch solche Maßnahmen viel weniger relevante Beiträge in den Suchergebnissen nach oben rutschen, als die Seiten, die es “eigentlich verdient hätten”, kann ich nur sagen:
Dadurch, daß Ihr euch Wissen aneignet, wie man einen suchmaschinenfreundlichen Beitrag schreibt, der gleichzeitig eine inhaltliche Relevanz aufweist, habt Ihr es euch verdient, relativ weit vorne zu stehen ! Jetzt müßte selbstverständlich noch festgestellt werden, ob nicht inhaltliche Relevanz auch “Auslegungssache” ist, aber in diesem Fall ist es wiederum eine Frage der Moral, ob man nur abkupfert und Seiten pusht, oder seinen eigenen Inhalts-Kodex entwickelt. Dies kann wiederum in einer Ungerechtigkeit resultieren, aber dafür seid ihr dann selbst verantwortlich.

Ihr habt es selbst in der Hand, mit etwas Struktur im Blog den Wirkungsgrad und vielleicht auch Eure persönliche Befriedigung und damit Eure Zufriedenheit in dieser Hinsicht zu erhöhen. Warum also darauf verzichten ?

Nachfolgend jetzt auch noch der Hinweis auf einen Artikel in einem anderen Blog, der eigentlich (kurzes) Thema dieses Beitrags sein sollte:
Es handelt sich um eine Auflistung von 13 SEO-Plugins/Addons beim Online Marketing Blog für den Firefox, mit denen Ihr einen tieferen Einblick in Suchergebnisse, besuchte Seiten usw. erhalten könnt. Und wenn Ihr z.B. die dort aufgelistete Search Status Erweiterung Erweiterung installiert, seht Ihr beispielsweise, daß alle Links in den Kommentaren auf “NoFollow” gesetzt sind. Der Autor wird seinen Grund haben ;-)

Kommentare:

6 Kommentare zu “Blogger, SEO, Wirkungsgrad und Plugins”
    • Klaus-Peter sagt:

      Tja, das mit dem Wirkungsgrad eines Blogs ist ein ganz netter Begriff und, um im Bilde zu bleiben, verpufft die Wirkung oft. Eigentlich könnte sich eine ganz natürliche Vernetzung und Linkstruktur ergeben. Das wäre dann das beste Seo.
      Die Anerkennung will wohl jeder, wenn auch manche so tun, als interessiere das alles nicht. Das hängt mit dem – Du hast ja neulich nach der Funktion von Textlinks gefragt – Narzissmus zusammen. Wer es mit dem N. übertreibt, wird halt geizig, auch mit Links, und lässt Andere auflaufen, verweigert feedback usw..
      Da hilft nichts, es sei denn, die Betreffenden sehen ein, dass sie sich letztlich nur selbst schaden.
      SEO in Maßen halte ich jedenfalls für vernünftig und rational. Und bei nächsten Mal könntest Du erklären, wie man das no-follow im eigenen Blog ausschaltet ;-) , und beim übernächsten Mal … das sag’ ich später…
       

    • Oh Mann, Klaus Peter – du hast ja tatsächlich ein Nofollow-Blog. Du solltest WP updaten, oder:
      http://blog.taragana.com/index.php/archive/wordpress-15-plugin-strip-nofollow-tag-from-comment-urls/2/
      installieren.
      Natürlich nur, wenn Du etwas Linksaft an deine Besucher und die Pings/Trackbacks abgeben möchtest.
      Aber davon gehe ich fest aus ;-)

    • Klaus-Peter sagt:

      kurz und knapp: “erledigt!”

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