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Bewegungsbeobachtung am animierten GIF

In 2007 gab es hier im Blog eine kleine Serie, in der einige Geräte aus der Trainingstherapie vorgestellt wurden. Eine “Maschine” sparte ich dabei bewußt aus, denn aus meiner Sicht birgt das Training an der sog. Beinschwinge ein gewisses Risiko, daß ich Euch anhand eines Fundstücks im Netz und einer schematisierten Abbildung verdeutlichen möchte.

An der Beinschwinge können u.a. die Adduktoren trainiert werden, wobei ich die Sinnhaftigkeit eines Adduktorentrainings bei Problemen im Bereich der Lendenwirbelsäule an dieser Stelle nicht diskutieren möchte. Zudem muß ein augenscheinliches Adduktorentraining kein Adduktorentraining sein, sondern zielt ggf. auf eine Stabilisierung im lumbalen Block oder Beckenbereich ab oder, oder, oder … Therapeuten haben viele Ideen und setzen sie auf unterschiedlichste Art und Weisen um.

Worum geht es dann?
Schaut Euch bei exrx.net bitte dieses animierte GIF an (erscheint beim verankerten Link ganz oben auf der Seite). Der Sportler trainiert an der Beinschwinge mit relativ kurzem Hebel seine Adduktoren. Ich schätze, er hat dabei drei Gewichtsscheiben aufgelegt (i.d.R. ca. 5-7 kg/Scheibe, also max. 21 kg – kein großes Gewicht). Obwohl er relativ gut trainiert sein dürfte und dementsprechend auch über ausreichend Trainings-/Bewegungserfahrung verfügen wird, findet kaum bis gar keine Stabilisation/Fixation im Bereich Becken/LWS statt. Wenn das Bein nach oben bewegt wird, kommt es zu einer regelrechten Stauchung am Umkehrpunkt der Bewegung mit seitlicher Beckenkippung. Zudem hält er das (linke) Bein in Außenrotation, was Torsionsmomente im Bereich der LWS entstehen lassen dürfte (vom Iliosakralgelenk ganz zu schweigen ;) )

Schematisch vereinfacht dargestellt sieht die Ausgangsposition also wie folgt aus (der Schnittpunkt/blaue Bereich soll den Übergang LWS-Kreuzbein darstellen):

beinschwinge

Wenn das Bein nun nach oben geführt wird, ergibt sich folgendes Bild (der schwarze Pfeil steht für die potentielle Torsion):

beinschwinge-1

An dieser Stelle sei wiederum an Belastung der Bandscheiben beim Golfen erinnert, wo am Modell eine ähnliche Belastung (wenn auch bei gänzlich anderer Ausgangsposition und dem Rumpf als Last) veranschaulicht wird. Es handelt sich im ungünstigsten Fall also um eine Seitneigung der LWS mit zeitgleicher Kompression und Rotation/Torsion.
Und deswegen rate ich meinen (Bandscheiben-)Patienten lieber von der Übung ab ;-)

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