Bewegung: permanente Motivation ist entscheidend
15. November 2008 von Christoph Weigand
Abgelegt unter: Gesundheitsmanagement, Medizin, Trainingstherapie
Auch wenn es sich bei diesem Erfolgsbericht um die Behandlung von Typ-2-Diabetikern handelte, ist ein Transfer auf die (noch) gesunde oder bereits leicht gesundheitlich “lädierte” Bevölkerung bedenkenlos zu vollziehen.
Die Erfahrungen mit meinen eigenen Patienten (wobei es sich hierbei eher um orthopädische Krankheits- und Beschwerdebilder handelt) zeigt ganz klar:
Wo viele nach erfolgreicher Rehabilitation die Praxis noch mit besten Vorsätzen verließen, hält nach kurzer Zeit in den meisten Fällen die große Lethargie Einzug in den Alltag. In meinem Fall ist es vorteilhaft, daß mir sehr viele Patienten immer wieder in der Stadt über den Weg laufen und ich sie auch ganz gezielt auf ihre damaligen Vorsätze anspreche. Grob geschätzt und völlig unwissenschaftlich gehe ich nach diesen Unterhaltungen von einer lethargischen Rückfallquote von 90% aus. Der gesetzte Motivationsschub im Verlauf der Behandlung und das Zureden gegen Ende hin reicht einfach nach halbwegs wiederhergestellter Gesundheit nicht aus, langfristig bzw. dauerhaft präventiv tätig zu werden.
Eine Lösung für dieses Problem habe ich leider auch nicht parat, aber eine Investition in gezieltes Nachfassen mit festen Bezugspersonen würde sich mit Sicherheit bei vielen Krankheitsbildern bezahlt machen.





ich denke das liegt mit unter auch daran das viele der patienten, sobald sie aus der akuten behandlung raus sind, sich selbst überlassen werden. Gegen nichts ist alleine so schwer anzugehen wie gegen die gewohnheit.
Danke, sehr schöner Satz – muß ich mir merken