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Belastung und Beanspruchung

24. April 2009 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Sportliches

Wenn ich irgendwo von “Belastung” im sportlichen Training lese, muß ich unwillkürlich an ein Karteikärtchen denken, daß ich in den Neunzigern als Lernhilfe für mein Examen verwendet habe, denn auf diesem Karteikärtchen waren die Begriffe Belastung und Beanspruchung definiert.

Warum ich immer wieder an dieses Kärtchen denken muß? Weil sehr häufig von “Belastung” gesprochen wird, wenn eigentlich “Beanspruchung” gemeint ist. Ist nicht weiter schlimm, denn erstens weiß jeder “irgendwie” was gemeint ist und zweitens dürften wir alle schon sprachlich danebengelegen haben. Zudem ist es auch nicht ganz so einfach, eine/zwei Definition(en) zu finden, die den Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung sprachlich “leicht zugänglich” offenlegt.

Ich versuch’s mal ohne Definition:

Die Umsetzung der im Training vorgegebenen Anforderungen stellen die Belastung dar. Also das “Abarbeiten” der Punkte, die auf dem Trainingsplan stehen (z.B. 5x 8 Wiederholungen mit 90 kg und einer Minute Pause zwischen den Sätzen beim Bankdrücken).
Die (individuelle) Reaktion auf diese vorgegebene Belastung im Körper des Trainierenden ist die Beanspruchung.
So kann, abhängig vom Ausgangswert Maximalkraft (sofern man lediglich den Faktor Maximalkraft zugrunde legt, was eigentlich auch recht “unscharf” ist), die gleiche Belastung bei Person A (mit sehr hoher Maximalkraft im Bankdrücken) eine zu geringe Beanspruchung hinsichtlich des Trainingsziels nach sich ziehen, während Person B (mit niedrigerer Maximalkraft) mit zu hoher Beanspruchung trainiert. In beiden Fällen war der Trainingsreiz -> die Beanspruchung nicht optimal und es wird sich keine Leistungssteigerung einstellen.

Und schon hört sich’s wieder kompliziert an ;-)

Kommentare:

Ein Kommentar zu “Belastung und Beanspruchung”
    • ion sagt:

      Danke. Frage mich, warum es sich die Leute sonst so schwer machen. Hab’s sonst nirgends verstanden.

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