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Babynahrung: Beikost “Suchmaschine”

23. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Ernährung, Produkte

Nachdem die Co-Autorin nunmehr fast 16 Wochen auf reine “Milch-Diät” gesetzt war, wird es Zeit, langsam den Beikost-Markt zu sichten und einen genaueren Blick auf die Zutaten und Inhaltsstoffe der angebotenen Babynahrung zu werfen. Eigentlich ein Thema für die Ernährungsblogger, aber man wird mir verzeihen ;-)

Steht Mutter/Vater vor den langen Regalen im Supermarkt und Drogerie-Discount, fällt unerfahrenen Eltern die Orientierung aus meiner Sicht recht schwer. Sieht zwar alles nett aus, aber um zu ergründen, was ab welchem Lebensmonat verfüttert werden darf und welche Zutaten in den bunten Gläschen verarbeitet wurden, muß man schon einige “Pullen” in die Hand nehmen und teilweise sehr genau lesen. Selbstverständlich kann man die Beikost-Mahlzeiten auch selbst herstellen und weiß dann ganz genau was enthalten ist, aber ich mache mir keine Illusionen – einige Gläschen werden mit Sicherheit den Weg in den Verdauungsapparat der Co-Autorin finden.

Das Verbraucherfenster Hessen stellt für solche Situationen eine Beikost-Produktsuche zur Verfügung.
Nach Eingabe von Lebensmonat des Kindes, Mahlzeitentyp, Hersteller, Zutaten (+maximale Anzahl der Zutaten) und bestimmten Einschränkungen bezüglich der Zutaten (Gluten, Milch, Zucker) erhält man eine Liste geeigneter Produkte der verschiedenen Hersteller und kann die Listen dann entsprechend vergleichen. Leider ist keine direkte Gegenüberstellung der Produkte im Listenformat möglich, d.h. man muß die einzelnen Suchtreffer durchlicken. Außerdem sind die Angaben auf den Gläschen noch etwas genauer als beim Verbraucherfester (z.B. Zusammensetzung am Beispiel Früh-Karotten: es fehlen genauere Angaben zu den Kohlehydraten, Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen).

Apropos Gläschen: hier wüßte ich gerne, was “ohne Farbstoffzusatz” und “ohne Konservierungsstoffe” laut Gesetz bedeutet!? Eine ähnliche Verarsche Ein ähnlicher Informationsnotstand wie beim Hefeextrakt oder was ist davon zu halten?

Kommentare:

10 Kommentare zu “Babynahrung: Beikost “Suchmaschine””
    • Horst sagt:

      “Laut Gesetz” bedeutet eben, dass Farbstoffe und Konservierungsstoffe nicht drin ein dürfen. Aber welche, die laut Gesetz nicht als solche gelten. Beispielsweise weil Ascorbinsäure aus geschmacklichen Gründen und eben nicht als Konservierungsstoff zugesetzt wurde.

      Aber geh doch bitte in den Bio-Laden. Du kannst doch so einem kleinen Mädchen bitte nicht schon konventionelle Kost antun. Und stress’ Dich mal nicht. Man kommt durchaus länger aus, ohne zuzufüttern. Keinen Druck von den Großeltern machen lassen. 8-)

    • Keine Angst, Horst – hab’ schon ein paar Läden gesichtet/getestet, bei denen man gut (Bio) einkaufen kann. Kommt dann auch der eigenen Ernährung zu Gute 8-)
      Hast Du noch ein paar andere Beispiele für die “laut Gesetz-Inhalte” oder ‘ne gute Quelle bei der die Sachen nachzulesen sind?

    • Horst sagt:

      Hier fehlt die Benachrichtigung bei neuen Kommentaren per Mail. 8-)

      Ich habe damals bei Miracoli angefragt. Dort ist was ganz ähnliches auf der Packung: http://www.leben-ohne-diaet.de/blog/00553-miracoli-geheimnis-gelueftet.html

    • Ok, danke – das ist im Hinblick auf die Miracoli (die mir btw übelst den Bauch aufblähen) schon mal interessant :-)
      Ich habe übrigens eben bei Hipp angerufen und nachgefragt, was unter dem Zusatz “laut Gesetz” zu verstehen ist.
      Das heißt laut Aussage des Elternservice nicht, daß Stoffe enthalten sind, die laut Gesetz nicht deklarierungspflichtig sind, sondern daß gar keine Farb- und Konservierungsstoffe enthalten sind. Damit dürfe aber nicht in den Inhaltsstoffen “geworben werden” – deshalb die Fußnote “lt. Gesetz”.

    • -> LMBG, Zusatzstoff-Zulassungs-VO (zum Nachlesen) ;-) und dann gibt’s da noch dieses Heft vom aid “Kennwort Lebensmittel” (auch auf CD)

      btw: Du hast ein essentielles “n” vergessen ;-)

    • wurde zwischenzeitlich schon bestellt, aber trotzdem danke ;-)
      > Essentielles “n” ?

    • Ist so ähnlich wie beim “Lumbargo” – bloß anders rum ;-)
      (das Ding an sich ist übrigens nicht unbedingt essentiell…)

    • Jetzt sach’ schon…

    • Ach nööö… ;-)

      Also gut: “… Kohlehydraten,…” (den Artikel bei mir verkneif ich mir mal – selber suchen, der ist sogar hier irgendwo)

    • Den Artikel kenn ich :-)
      Was soll den Google von mir denken, wenn ich das mit “n” schreibe?
      “n” = 1.280.000 vs. 1.410.000 ohne “n” (bzw. 293.000 vs. 252.000 beim Plural)
      Der Unterschied im Longtail ist nur marginal, aber immerhin ;-)

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