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Arzneimittel billiger ?

25. November 2006 von Christoph Weigand  
Abgelegt unter: Medizin

best practice und Robert stellen in Ihren Blogs das neue Geschäftmodell des Augsburger Apothekers Christoph Richter vor.

Im Prinzip geht es darum, daß man vor Ort nicht-rezeptpflichtige Arzneimittel zu einem sehr guten Preis beziehen kann.
Momentan ist dieser Ort Augsburg, der innovative Apotheker möchte sein Konzept über Franchise-Nehmer aber wohl flächendeckend verbreiten.

Das Konzept ist in Ordnung, aber:

  • Zielgruppe sind doch irgendwie die ‘Geilgeizer’. Selbstverständlich freut sich auch die Omma, wenn ein paar Euro Ihrer mageren Rente sparen kann, aber da nicht zu erwarten ist, daß sich in jeder Stadt mehrere Filialen finden werden und die ländliche Abdeckung wohl auch nicht anvisiert wird, fallen da schon mal eine ganze Menge Zielpersonen hinten runter.
  • Wenn man die einzelnen Niederlassungen anfahren muß, um billig einzukaufen, sind bei Artikeln in der Größenordnung von 10 € die Preisvorteile schnell dahingeschmolzen.
  • Diejenigen, denen der Geiz ins Großhirn implantiert wurde, werden doch noch viel geiler, wenn sie online Medikamente im Preis vergleichen und sehen, daß sie das erwähnte 20 ml-Umckaloabo Fläschen (6,49 €) auch für 9,86 € in der 50 ml Variante bekommen können (ich meine hey, was sind schon 20 ml ? Die verflüchtigen sich doch schon beim Öffnen der Flasche). Und wenn man dann noch ein paar Aspirin und ‘ne Pulle Klosterfrau Melissengeist bestellt, gibt’s das Ganze auch versandkostenfrei.

Also, für diejenigen, die sich gerade mal in Augsburg aufhalten, mag das eine schöne Sache sein. Bald vielleicht auch eine günstige Alternative in umsatzträchtigen Lagen in deutschen Großstädten, da können sich Apo.take-Modelle mit Sicherheit durchsetzen.

Wer aber wirklich so geil auf den niedrigsten Preis ist, kauft online. Und noch viel wichtiger: Wer wirklich aufgrund des schmalen finanziellen Budgets einen niedrigen Preis nötig hätte, kann unter Umständen keine der beiden Optionen wahrnehmen.

Mein Vorschlag: Discountangebote, die ‘Discountbedürftigen’ über Lieferungen oder mobile Apotheken zugänglich gemacht werden – wie die Wagen der Stadtbücherei oder der Sparkassen, die früher auch die Randgebiete der Städte oder die Ortschaften angefahren haben.
Das wäre dann wirklich ‘ne super Sache !

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