Nahrungsergänzungsmittel im Test

28. Februar 2009 von Christoph Weigand  
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Öko-Test nimmt im aktuellen Heft neben zahlreichen Gesundheitsprodukten auch Nahrungsergänzungsmittel vom Discounter genauer unter die Lupe und weist in diesem Zusammenhang auf das schlechte Abschneiden der Produkte für die Generation 50+ hin. Ergebnisse von Öko-Test wurden übrigens in der Vergangenheit auch bei beim Portal (fitimalter.de) der Verbraucherzentrale Hamburg berücksichtigt, auf das in 2007 hingewiesen wurde.

Ob die “üblichen Verdächtigen” der Nahrungsergänzungsmittel bei Rücken-, Gelenk- und rheumatischen Beschwerden bzw. Arthrose getestet wurden kann ich leider nicht sagen, da mir der Artikel nicht im Volltext vorliegt. Vielleicht hat ja jemand die Ausgabe vorliegen und kann berichten.

Hörtipp: Operationen an der Wirbelsäule

28. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Bandscheiben, Rückenschmerzen

Auf Bayern 2 wird heute (28.02.09) von 12:05-13:00 ein Beitrag mit dem Thema “Rückenoperationen – Wann operieren?” ausgestrahlt.

Da das Dossier zur Sendung recht umfangreich gehalten ist (Spinalkanalstenode, “normale Bandscheiben-OP, Radiofrequenztherapie, Katheterverfahren [s. auch verlinkte Dissertation zum Thema in der "Quellensammlung Bandscheiben"], autologe Stammzelltherapie etc.) gehe ich davon aus, daß sich einige Leser bei den Themen “wiederfinden” werden.

Hoffentlich gibt’s die Sendung zum Nachhören, denn über zwei der Themen wurde hier im Blog noch nichts geschrieben. Wird dann aber bei Gelegenheit nachgeholt ;-)

IE6 – mein Senf

26. Februar 2009 von Christoph Weigand  
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Weil derzeit wieder charmante Kritik am IE6 geäußert wird, greife ich gerne eines meiner Lieblingsthemen auf – den Blick auf die letzten 500 Besucher (Quelle: statcounter.com).

IE6

Na, wer wer bietet mehr? Und das Lustigste ist, daß der Anteil der IE6′er sich in den letzten Wochen wieder auf einem höheren Niveau stabilisiert hat. Ich warte nur noch auf Windows 3.1(1) und 800×600 ;-)

Tool gegen Mausarm

26. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Ergonomie, Medizin

Im letzten Jahr wies ich auf die RSI-Seite von Clemens Conrad hin, auf der er umfassend über das Krankheits-/Beschwerdebild RSI informiert.

Mittlerweile ist die Seite beträchtlich gewachsen und Clemens hat ein Blog unter dem Namen “Ergonomie am Arbeitsplatz” gestartet, in dem er vor einigen Tagen auf  ein selbst erstelltes Tool hingewiesen, daß einen einen Mausklick generiert, ohne die Maustaste zu betätigen. Weiterhin wird alle zehn Minuten daran erinnert, eine kurze Bildschirmpause einzulegen (nähere Beschreibung bei Clemens).

Mausarm-Tool

Schön umgesetzt – herzlichen Dank und viel Erfolg mit dem Blog, Clemens :-)

Hallux valgus und Rückenschmerzen

25. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Bandscheiben, Medizin, Rückenschmerzen

In einer Unterhaltung zum Thema Rückenschmerzen kam gestern auch die Zehenfehlstellung Hallux valgus zur Sprache.

Dabei handelt es sich um eine (besonders häufig bei Frauen auftretende) Fehlstellung der Großzehe, die, u.a. bedingt durch den vorzeitigen Verschleiß des Gelenkknorpels im Großzehengrundgelenk, durchaus deutliche Beschwerden beim Gehen verursachen kann.

Nun werden die meisten Betroffenen bei einer isoliert am Fuß auftretenden Schmerzsymptomatik kaum einen Zusammenhang zu anderen Beschwerdebildern herstellen, aber besonders bei einer Beeinträchtigung des “Bewegungs-Fundaments” (Fuß) kann im zeitlichen Verlauf mit Konsequenzen für die darüber liegenden Gelenke gerechnet werden. Hierbei ist es (bzgl. der darüber liegenden Etagen) zweitrangig, ob das veränderte Bewegungs-/Abrollverhalten durch eine Fehlstellung im Sprunggelenk oder z. B. durch einen Hallux valgus ausgelöst wird, denn hinsichtlich der biomechanischen Konsequenzen zählt für Knie, Hüftgelenk und Becken/Lendenwirbelsäule nur, was “von unten nach oben weitergeleitet” wird. Kann nicht mehr sauber abgerollt werden, wird dieses Defizit zuerst über das Knie (ggf. vorher die Sprungelenke), dann über Hüfte mit Becken und im Anschluß daran über die Lendenwirbelsäule kompensiert.

Schematisch kann hierbei immer wieder auf ein einfaches Modell zurückgegriffen werde, das bereits in einem früheren Artikel zum Einsatz kam:

Ohne Hallux valgus und Fehlstellungen

Im Idealfall befinden sich die drei beschriebenen Gelenke (auch in Bewegung) in einer Achse. Ändert sich nun die Position des unteren Punktes, weil (bedingt durch den Hallux valgus) der Fuß beim Abrollen nach außen gedreht wird und das Sprunggelenk sich tendentiell nach innen schiebt, kann schnell folgendes Bild entstehen,

Hallux valgus schematisch

wobei es hierbei noch um eine wenig extreme Ausbildung eines Kompensationsverhaltens handelt.

Die Kette setzt sich nach der Hüfte selbstverständlich weiter nach oben fort. Als nächstes könnte man die Beckenachse und Lendenwirbelsäule betrachten und ggf. im Rahmen einer Gang- oder Laufanalyse dokumentieren, was sich dort im Vergleich zum Idealtypus zeigt.

Hallux und Beckenachse

Leider sind in der Regel keine Vergleichswerte vom Zeitpunkt vor des sich entwickelnden Hallux valgus verfügbar. Zudem handelt es sich oft um einen schleichenden Prozeß, bei dem sich die Fehlstellung immer weiter verstärkt. Es wäre weiterhin möglich, daß eine Fehlstellung im Fuß/Sprunggelenk über die Jahre zu Rückenbeschwerden geführt haben könnte oder sogar mitverantwortlich für die Entwicklung der Fehlstellung der Großzehe war.

Was aber auch immer diagnostiziert oder analysiert wird – grundsätzlich sollten bei Rückenschmerzen die Füße einer eingehenden Kontrolle unterzogen werden ;-)

Babynahrung: Beikost “Suchmaschine”

23. Februar 2009 von Christoph Weigand  
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Nachdem die Co-Autorin nunmehr fast 16 Wochen auf reine “Milch-Diät” gesetzt war, wird es Zeit, langsam den Beikost-Markt zu sichten und einen genaueren Blick auf die Zutaten und Inhaltsstoffe der angebotenen Babynahrung zu werfen. Eigentlich ein Thema für die Ernährungsblogger, aber man wird mir verzeihen ;-)

Steht Mutter/Vater vor den langen Regalen im Supermarkt und Drogerie-Discount, fällt unerfahrenen Eltern die Orientierung aus meiner Sicht recht schwer. Sieht zwar alles nett aus, aber um zu ergründen, was ab welchem Lebensmonat verfüttert werden darf und welche Zutaten in den bunten Gläschen verarbeitet wurden, muß man schon einige “Pullen” in die Hand nehmen und teilweise sehr genau lesen. Selbstverständlich kann man die Beikost-Mahlzeiten auch selbst herstellen und weiß dann ganz genau was enthalten ist, aber ich mache mir keine Illusionen – einige Gläschen werden mit Sicherheit den Weg in den Verdauungsapparat der Co-Autorin finden.

Das Verbraucherfenster Hessen stellt für solche Situationen eine Beikost-Produktsuche zur Verfügung.
Nach Eingabe von Lebensmonat des Kindes, Mahlzeitentyp, Hersteller, Zutaten (+maximale Anzahl der Zutaten) und bestimmten Einschränkungen bezüglich der Zutaten (Gluten, Milch, Zucker) erhält man eine Liste geeigneter Produkte der verschiedenen Hersteller und kann die Listen dann entsprechend vergleichen. Leider ist keine direkte Gegenüberstellung der Produkte im Listenformat möglich, d.h. man muß die einzelnen Suchtreffer durchlicken. Außerdem sind die Angaben auf den Gläschen noch etwas genauer als beim Verbraucherfester (z.B. Zusammensetzung am Beispiel Früh-Karotten: es fehlen genauere Angaben zu den Kohlehydraten, Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen).

Apropos Gläschen: hier wüßte ich gerne, was “ohne Farbstoffzusatz” und “ohne Konservierungsstoffe” laut Gesetz bedeutet!? Eine ähnliche Verarsche Ein ähnlicher Informationsnotstand wie beim Hefeextrakt oder was ist davon zu halten?

Gymnastik: schöne “Datenbank”

22. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Bandscheiben

Auf wecarelife.at (in der linken Navigation unter “Lexika und Datenbanken”) ist ein Gymnastik-Angebot zu finden, auf das durchaus hingewiesen werden sollte. Ohne die Gymnastik-Übungen gezählt zu haben, werden dort mit Sicherheit weit über einhundert Übungen verlinkt, die in Körperregionen jeweils mit und ohne Verwendung eines Fitnessgerät unterteilt wurden.

Außerdem stehen zahlreiche Übungen für’s Büro (s. auch die Bürogymnastik auf dieser Seite), Nordic-Walking-Gymnastik und Gymnastikübungen mit dem Thera-Band zur Verfügung.
OK, ich finde kleine Videoclips besser, aber wem das Thema nicht fremd ist, kann sich auch über Bilder  gut informieren und schnell ein paar Anregungen ‘rausziehen.

Sollten euch Bildchen besser als Videos gefallen, dann empfehle ich euch einen Artikel aus dem vergangenen Jahr, der auf eine wirklich umfangreiche “Datenbank” von Gymnastikübungen auf einer amerikanischen Webseite hinweist.

Kraniche kehren zurück

21. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Off Topic

Für’s Archiv:

Fast genau ein Jahr nach der letzten “Heimkehr” und ca. vier Monate nachdem sie sich verabschiedeten konnte ich sie eben in der Dunkelheit hören – die Kraniche kehren zurück :-)

Somit auch die Auflösung des Hörrätsels aus dem vergangenen Jahr ;-)

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Bewegungsbeobachtung am animierten GIF

21. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Bandscheiben, Rückenschmerzen, Trainingstherapie

In 2007 gab es hier im Blog eine kleine Serie, in der einige Geräte aus der Trainingstherapie vorgestellt wurden. Eine “Maschine” sparte ich dabei bewußt aus, denn aus meiner Sicht birgt das Training an der sog. Beinschwinge ein gewisses Risiko, daß ich Euch anhand eines Fundstücks im Netz und einer schematisierten Abbildung verdeutlichen möchte.

An der Beinschwinge können u.a. die Adduktoren trainiert werden, wobei ich die Sinnhaftigkeit eines Adduktorentrainings bei Problemen im Bereich der Lendenwirbelsäule an dieser Stelle nicht diskutieren möchte. Zudem muß ein augenscheinliches Adduktorentraining kein Adduktorentraining sein, sondern zielt ggf. auf eine Stabilisierung im lumbalen Block oder Beckenbereich ab oder, oder, oder … Therapeuten haben viele Ideen und setzen sie auf unterschiedlichste Art und Weisen um.

Worum geht es dann?
Schaut Euch bei exrx.net bitte dieses animierte GIF an (erscheint beim verankerten Link ganz oben auf der Seite). Der Sportler trainiert an der Beinschwinge mit relativ kurzem Hebel seine Adduktoren. Ich schätze, er hat dabei drei Gewichtsscheiben aufgelegt (i.d.R. ca. 5-7 kg/Scheibe, also max. 21 kg – kein großes Gewicht). Obwohl er relativ gut trainiert sein dürfte und dementsprechend auch über ausreichend Trainings-/Bewegungserfahrung verfügen wird, findet kaum bis gar keine Stabilisation/Fixation im Bereich Becken/LWS statt. Wenn das Bein nach oben bewegt wird, kommt es zu einer regelrechten Stauchung am Umkehrpunkt der Bewegung mit seitlicher Beckenkippung. Zudem hält er das (linke) Bein in Außenrotation, was Torsionsmomente im Bereich der LWS entstehen lassen dürfte (vom Iliosakralgelenk ganz zu schweigen ;) )

Schematisch vereinfacht dargestellt sieht die Ausgangsposition also wie folgt aus (der Schnittpunkt/blaue Bereich soll den Übergang LWS-Kreuzbein darstellen):

beinschwinge

Wenn das Bein nun nach oben geführt wird, ergibt sich folgendes Bild (der schwarze Pfeil steht für die potentielle Torsion):

beinschwinge-1

An dieser Stelle sei wiederum an Belastung der Bandscheiben beim Golfen erinnert, wo am Modell eine ähnliche Belastung (wenn auch bei gänzlich anderer Ausgangsposition und dem Rumpf als Last) veranschaulicht wird. Es handelt sich im ungünstigsten Fall also um eine Seitneigung der LWS mit zeitgleicher Kompression und Rotation/Torsion.
Und deswegen rate ich meinen (Bandscheiben-)Patienten lieber von der Übung ab ;-)

Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen: Statistiken

20. Februar 2009 von Christoph Weigand  
Abgespeichert unter: Krankengymnastik, Massage

Anläßlich der Fachtagung “Betrug im Gesundheitswesen” am 18./19. Februar 2009 präsentierte die KKH in Hannover aktuelle Zahlen zum Abrechnungsbetrug (Edit 3.10.09 -> Link leider nicht mehr gültig, URL-Struktur scheint sich geändert zu haben)  der jeweiligen Leistungserbringer.

Bei den Fallzahlen nach Leistungsbereichen nehmen Physiotherapeuten mit 27% leider die Top-Position bei den aufgedeckten Betrugsfällen ein.

via physio.de (Registrierung erforderlich)

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